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Es wartet der Tod


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Rezension von

Blumen Fee'57

Es wartet der Tod Wenn man diesen Roman liest, fragt man sich, wie so etwas in einem Land geschehen kann, das die Freiheit des Menschen eigentlich als höchstes Gut im Leben ansieht. Die Ich-Erzählerin tritt einen Job als Lehrerin an in einer ganz besonderen Schule mit dem klangvollen Namen Santangelo. Da vermutet man doch etwas Heimeliges. Zunächst sieht es auch so aus, als wäre diese Schule ein Ort, an den gut betuchte Eltern ihre Kinder schicken, die in ihrer frühen Jugend bereits mehrfach und böse gestolpert sind. Drogen und die Kriminalität sind diesen Kindern und Jugendlichen etwas Alltägliches gewesen, ihre Eltern sehen die Schule als Rettungsanker für eine positive Entwicklung ihrer Kinder. Hier arbeiten Lehrer und Therapeuten scheinbar Hand in Hand. Kinder wie Angestellte müssen sich einem strengen Tagesablauf beugen, was sicher auch für diese Schülerinnen und Schüler notwendig ist. Allerdings hat man schon sehr bald als Leser das Gefühl, dass hier einiges faul ist. Da verletzt sich ein Schüler absichtlich. Während die Erzählerin erste Hilfe leistet, vertraut ihr dieser Schüler an, dass seine Freundin schwanger ist. Dies hätte, so es bekannt wird, zum sofortigen Ausschluss dieser Schülerin geführt. Deshalb musste dies bis zu ihrer Volljährigkeit geheim bleiben. Hier fängt man an zu zweifeln, ob die Erziehungsmethoden dieser Schule wirklich so effektiv sind. Nach einer Party werden diese beiden Schüler tot aufgefunden, auch die Erzählerin wird bei dieser Feier sehr krank. Nun beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Von Kapitel zu Kapitel treten immer mehr makabere Erkenntnisse zutage. Ich fragte mich beim Lesen, wie frei der Mensch sein muss, um solche Ereignisse zu ertragen. Oder sind sie gar nicht frei, sondern ganz einfach selbst Gefangene ihrer Erziehung zu einer Zeit in den USA, als die Freiheit der Persönlichkeit so verstanden wurde, dass jeder willkürlich sein Leben gestalten kann. Hier zeigt sich auch, welche Schwierigkeiten Erwachsene haben, die in ihrer Kindheit keine Erziehung zu Toleranz und Regeln erfahren haben. Cornelia Read hat sicher ein Produkt ihrer Fantasie geschaffen, aber in solchen steckt auch immer eine Parallele zur Wirklichkeit. Und so hat sie ganz sicher auch ein gesellschaftskritisches Buch geschrieben, in dem sie Aufmerksamkeit und kritische Begleitung gesellschaftlicher Ereignisse einfordert.

Wenn man diesen Roman liest, fragt man sich, wie so etwas in einem Land geschehen kann, das die Freiheit des Menschen eigentlich als höchstes Gut im Leben ansieht.

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27.11.2009
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10.11.2009

Die Ich-Erzählerin tritt einen Job als Lehrerin an in einer ganz besonderen Schule mit dem klangvollen Namen Santangelo. Da vermutet man doch etwas Heimeliges. Zunächst sieht es auch so aus, als wäre diese Schule ein Ort, an den gut betuchte Eltern ihre Kinder schicken, die in ihrer frühen Jugend bereits mehrfach und böse gestolpert sind. Drogen und die Kriminalität sind diesen Kindern und Jugendlichen etwas Alltägliches gewesen, ihre Eltern sehen die Schule als Rettungsanker für eine positive Entwicklung ihrer Kinder. Hier arbeiten Lehrer und Therapeuten scheinbar Hand in Hand. Kinder wie Angestellte müssen sich einem strengen Tagesablauf beugen, was sicher auch für diese Schülerinnen und Schüler notwendig ist. Allerdings hat man schon sehr bald als Leser das Gefühl, dass hier einiges faul ist. Da verletzt sich ein Schüler absichtlich. Während die Erzählerin erste Hilfe leistet, vertraut ihr dieser Schüler an, dass seine Freundin schwanger ist. Dies hätte, so es bekannt wird, zum sofortigen Ausschluss dieser Schülerin geführt. Deshalb musste dies bis zu ihrer Volljährigkeit geheim bleiben. Hier fängt man an zu zweifeln, ob die Erziehungsmethoden dieser Schule wirklich so effektiv sind. Nach einer Party werden diese beiden Schüler tot aufgefunden, auch die Erzählerin wird bei dieser Feier sehr krank. Nun beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Von Kapitel zu Kapitel treten immer mehr makabere Erkenntnisse zutage.

Ich fragte mich beim Lesen, wie frei der Mensch sein muss, um solche Ereignisse zu ertragen. Oder sind sie gar nicht frei, sondern ganz einfach selbst Gefangene ihrer Erziehung zu einer Zeit in den USA, als die Freiheit der Persönlichkeit so verstanden wurde, dass jeder willkürlich sein Leben gestalten kann. Hier zeigt sich auch, welche Schwierigkeiten Erwachsene haben, die in ihrer Kindheit keine Erziehung zu Toleranz und Regeln erfahren haben.

Cornelia Read hat sicher ein Produkt ihrer Fantasie geschaffen, aber in solchen steckt auch immer eine Parallele zur Wirklichkeit. Und so hat sie ganz sicher auch ein gesellschaftskritisches Buch geschrieben, in dem sie Aufmerksamkeit und kritische Begleitung gesellschaftlicher Ereignisse einfordert.

geschrieben am 10.11.2009 | 354 Wörter | 2005 Zeichen

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