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Der Kreis des Löwen


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Informationen zum Buch
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  Autor
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  Extras

Rezension von

Larissa Fricker

Der Kreis des Löwen Der "Kreis des Löwen" ist der erste Roman um die junge Londoner Privatdetektivin Nea Fox. Es handelt sich um einen klassischen, in der Ich-Form erzählten Detektivkrimi. Wie blich spielt neben dem eigentlichen Fall auch das Privatleben der Protagonistin eine wichtige Rolle. Die Themen, die dabei behandelt werden, sind vielschichtiger, als man sich dies aus den bekannten Krimireihen gewohnt ist. Vielleicht wirkt die Hauptfigur gerade deshalb besonders symphatisch und lebensecht. Ebenfalls eine „usserst positive Überraschung ist der Fall selbst, hier stimmt einfach alles: Stimmungsvolle Schaupl„tze, interessante Figuren und eine packende, ungew”hnliche Geschichte, die bis zum Schluss mit berraschenden, jedoch trotzdem nicht unrealistischen Wendungen zu fesseln vermag. Mit anderen Worten: Das Buch legt man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand! Das erste Drittel der Geschichte spielt auf einem abgelegenen Landsitz im Norden Englands. Das Szenario mit einer geschlossenen, von der Umwelt abgeschnittenen Gruppe erinnert ein wenig an Agatha Christie, und die Stimmung in dem weitl„ufigen Anwesen wird sehr gut eingefangen. Sp„testens wenn die Nacht hereinbricht, w„hrend dichtes Schneetreiben das Haus und die Umgebung einhllt, wird man unweigerlich "entfhrt". Der gr”sste Teil des Buches spielt dann im winterlichen London. Auch wenn mir der Anfang auf dem Anwesen sehr gut gefallen hat, finde ich den Teil in London doch am besten. Man merkt sofort, dass die Autorin die Stadt sehr gut kennt. Sobald die Geschichte sich nach London verlagert hat, lernt man auch einige interessante Personen aus dem Leben der Protagonistin kennen. Gegen Ende des Buches kommt ein weiterer, „usserst interessanter Schauplatz vor, doch darber m”chte und sollte ich an dieser Stelle nichts verraten. Auch vom Stil her kann das Buch berzeugen. Eine runde, flssige Sprache macht das Lesen angenehm. An einigen Stellen flackert eine fr Krimis untypische Liebe fr die Sprache auf, meist an wichtigen, emotionalen Stellen. Man merkt richtig, dass jeder Satz lange und sorgf„ltig geschliffen wurde, bis er schliesslich perfekt war. Der Schluss des Buches ist ein Beispiel dafr. Auf der letzten Seite befinden sich sieben S„tze, und die passen so perfekt zusammen, dass man etwas versteht, das auch mit mehr S„tzen eigentlich sehr schwierig zu beschreiben ist. Erfrischend finde ich auch, dass die Autorin nicht st„ndig mit feministischen Plattitden ("G”ttin", "frau" anstelle von "man" etc.) zum Ausdruck bringen muss, dass die Hauptfigur emanzipiert ist, wie dies in manchen Krimis, zum Beispiel von Sarah Dreher, leider sehr oft der Fall ist. Vielleicht liegt dies daran, dass die Autorin selbst relativ jung ist, und die Gleichberechtigung fr sie mehr eine Selbstverst„ndlichkeit als ein Ziel ist. Nachdem man den Schluss gelesen hat, m”chte man sofort wissen, wie es mit Nea Fox weitergeht. Auf der Website der Autorin ist zu lesen, dass es ein weiteres Buch um die einzelg„ngerische Privatdetektivin geben wird. Wann es soweit sein wird, steht da jedoch leider nicht. Es wird nicht ganz leicht sein, das im Erstling angeschlagene Niveau zu halten, viele Krimireihen lassen ja nach einer Weile nach. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit der jungen Londonerin weitergeht. Fazit: Ein Ausnahmekrimi, der deutlich mehr bietet, als gute Unterhaltung.

Der "Kreis des Löwen" ist der erste Roman um die junge Londoner Privatdetektivin Nea Fox. Es handelt sich um einen klassischen, in der Ich-Form erzählten Detektivkrimi. Wie blich spielt neben dem eigentlichen Fall auch das Privatleben der Protagonistin eine wichtige Rolle. Die Themen, die dabei behandelt werden, sind vielschichtiger, als man sich dies aus den bekannten Krimireihen gewohnt ist. Vielleicht wirkt die Hauptfigur gerade deshalb besonders symphatisch und lebensecht. Ebenfalls eine „usserst positive Überraschung ist der Fall selbst, hier stimmt einfach alles: Stimmungsvolle Schaupl„tze, interessante Figuren und eine packende, ungew”hnliche Geschichte, die bis zum Schluss mit berraschenden, jedoch trotzdem nicht unrealistischen Wendungen zu fesseln vermag. Mit anderen Worten: Das Buch legt man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand!

weitere Rezensionen von Larissa Fricker

#
rezensiert seit
Buchtitel
1
12.12.2005

Das erste Drittel der Geschichte spielt auf einem abgelegenen Landsitz im Norden Englands. Das Szenario mit einer geschlossenen, von der Umwelt abgeschnittenen Gruppe erinnert ein wenig an Agatha Christie, und die Stimmung in dem weitl„ufigen Anwesen wird sehr gut eingefangen. Sp„testens wenn die Nacht hereinbricht, w„hrend dichtes Schneetreiben das Haus und die Umgebung einhllt, wird man unweigerlich "entfhrt". Der gr”sste Teil des Buches spielt dann im winterlichen London. Auch wenn mir der Anfang auf dem Anwesen sehr gut gefallen hat, finde ich den Teil in London doch am besten. Man merkt sofort, dass die Autorin die Stadt sehr gut kennt. Sobald die Geschichte sich nach London verlagert hat, lernt man auch einige interessante Personen aus dem Leben der Protagonistin kennen. Gegen Ende des Buches kommt ein weiterer, „usserst interessanter Schauplatz vor, doch darber m”chte und sollte ich an dieser Stelle nichts verraten.

Auch vom Stil her kann das Buch berzeugen. Eine runde, flssige Sprache macht das Lesen angenehm. An einigen Stellen flackert eine fr Krimis untypische Liebe fr die Sprache auf, meist an wichtigen, emotionalen Stellen. Man merkt richtig, dass jeder Satz lange und sorgf„ltig geschliffen wurde, bis er schliesslich perfekt war. Der Schluss des Buches ist ein Beispiel dafr. Auf der letzten Seite befinden sich sieben S„tze, und die passen so perfekt zusammen, dass man etwas versteht, das auch mit mehr S„tzen eigentlich sehr schwierig zu beschreiben ist.

Erfrischend finde ich auch, dass die Autorin nicht st„ndig mit feministischen Plattitden ("G”ttin", "frau" anstelle von "man" etc.) zum Ausdruck bringen muss, dass die Hauptfigur emanzipiert ist, wie dies in manchen Krimis, zum Beispiel von Sarah Dreher, leider sehr oft der Fall ist. Vielleicht liegt dies daran, dass die Autorin selbst relativ jung ist, und die Gleichberechtigung fr sie mehr eine Selbstverst„ndlichkeit als ein Ziel ist.

Nachdem man den Schluss gelesen hat, m”chte man sofort wissen, wie es mit Nea Fox weitergeht. Auf der Website der Autorin ist zu lesen, dass es ein weiteres Buch um die einzelg„ngerische Privatdetektivin geben wird. Wann es soweit sein wird, steht da jedoch leider nicht. Es wird nicht ganz leicht sein, das im Erstling angeschlagene Niveau zu halten, viele Krimireihen lassen ja nach einer Weile nach. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit der jungen Londonerin weitergeht.

Fazit: Ein Ausnahmekrimi, der deutlich mehr bietet, als gute Unterhaltung.

geschrieben am 12.12.2005 | 511 Wörter | 2892 Zeichen

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