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Metallica. Story und Songs kompakt.


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Rezension von

Kilian Kneisel

Metallica. Story und Songs kompakt. Für viele Fans einer Band ist nicht nur deren Musik alleine wichtig, sie begehren auch nach Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedern, Geschichten und Anekdoten über die Entstehung der Alben und Gedanken der Künstler zu den jeweiligen Projekten. So scheint das Buch von Wall und Dome allein vom Titel dafür gut geeignet zu sein. Und formal ist es das sicherlich auch. Jedes Album von „Kill 'em all“ bis „St.Anger“ wird Song für Song abgehandelt – nicht nur die Studioalben, auch „Binge & Purge“ und „S&M“, dazu das Cover-Doppelalbum „Garage Inc.“ und die Dokumentation „Some kind of monster“. Vor jedem Album bekommt man etwas zu dessen Entstehung gesagt und man kann in einem Register am Ende schnell jeden Song finden. Die Informationen, die man so erhält, dürften allerdings nichts bewegend Neues für „ältere“ Fans darstellen. Wie kaum eine andere Band hat Metallica die Fans polarisiert, kaum findet man unterschiedlichere Meinungen zu verschiedenen Alben einer Band. Über den persönlichen Geschmack, gerade was Musik anbelangt, lässt sich nicht streiten. Dies ist sicherlich auch nach der Lektüre dieses Buches nicht anders. Ein paar inhaltliche Bedenken sind dennoch anzubringen: die ersten Alben werden allesamt als schlecht dargestellt, eine Hochphase wird angeblich mit Load und St.Anger erreicht. Dazu sollte jeder seine eigene Meinung haben, es bleibt jedoch die Frage offen, warum einige Songs in der Studioversion schlecht geredet werden („Bleeding Me“), auf den Livealben hingegen als herausragende kompositorische Stücke dargestellt sind und umgekehrt, dass Stücke live einer „Farce“ gleichen, auf dem Album hingegen herausragend sind („The Unforgiven“). Diese Unstimmigkeiten fallen nicht nur Fans negativ auf. Auch ist die Übersetzung nicht sonderlich gelungen. Zwar passen Metal und wortgewaltige Texte oft gut zusammen, aber hier liegen teilweise Neologismen, Onomatopoetika und Metaphern vor, dass es einem graust: „Es gelang dem Titel geradezu, die seltsame Ruhe vor dem Sturm einzufangen. Jenem Sturm, der die Welt aus den Angeln hebt, indem er genau den akkustischen Nonsens heraufbeschwört, der aus der Besessenheit der Band mit den heroischen Wildwest-Motiven eines Ennio Morricone in seinen melodramatischeren Momenten entsprungen scheint.“ Nun die Preisfrage: welcher Song wird hier beschrieben? Über einige Rechtschreibfehler wird man hinwegsehen können, bei richtigen Fehlern – und damit meine ich wirklich richtige Fehler – sieht das allerdings schon anders aus. Nur einige Beispiele: „Nothing else matters“ ist kein „zärtliches Liebeslied“, weder „Holier then thou“, noch irgendein Lied von „Load“ oder „Reload“ würde dem Prädikat „Thrashmetal“ genügen, "...And Justice For All" wurde auf „Binge & Purge“ nur als Medley, nicht – wie besprochen – ganz gespielt, das war auf dem Seattle-Mitschnitt der Fall. Die Reihe ist damit leider nicht beendet, die Auflistung ließe sich noch fortsetzen. Als Fazit ist zu sagen, dass man als Neueinsteiger sicherlich einige Informationen aus dem Buch herausziehen kann. Allerdings sollte man auch wissen, dass hier angeblich zwei Fans am Werke waren, die ihre Meinung äußern, und das in meinen Augen eher schlecht als recht. Man bekommt den Eindruck, dass teilweise schlampig recherchiert wurde, einige Interviews, die die Autoren mit den Four Horsemen führten, reichen für eine einführende Besprechung der Lieder der größten Metalband aller Zeiten eben nicht aus. Schade, es wäre mehr drin gewesen.

FĂĽr viele Fans einer Band ist nicht nur deren Musik alleine wichtig, sie begehren auch nach Hintergrundinformationen zu den einzelnen Liedern, Geschichten und Anekdoten ĂĽber die Entstehung der Alben und Gedanken der KĂĽnstler zu den jeweiligen Projekten.

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So scheint das Buch von Wall und Dome allein vom Titel dafür gut geeignet zu sein. Und formal ist es das sicherlich auch. Jedes Album von „Kill 'em all“ bis „St.Anger“ wird Song für Song abgehandelt – nicht nur die Studioalben, auch „Binge & Purge“ und „S&M“, dazu das Cover-Doppelalbum „Garage Inc.“ und die Dokumentation „Some kind of monster“. Vor jedem Album bekommt man etwas zu dessen Entstehung gesagt und man kann in einem Register am Ende schnell jeden Song finden. Die Informationen, die man so erhält, dürften allerdings nichts bewegend Neues für „ältere“ Fans darstellen.

Wie kaum eine andere Band hat Metallica die Fans polarisiert, kaum findet man unterschiedlichere Meinungen zu verschiedenen Alben einer Band. Über den persönlichen Geschmack, gerade was Musik anbelangt, lässt sich nicht streiten. Dies ist sicherlich auch nach der Lektüre dieses Buches nicht anders. Ein paar inhaltliche Bedenken sind dennoch anzubringen: die ersten Alben werden allesamt als schlecht dargestellt, eine Hochphase wird angeblich mit Load und St.Anger erreicht. Dazu sollte jeder seine eigene Meinung haben, es bleibt jedoch die Frage offen, warum einige Songs in der Studioversion schlecht geredet werden („Bleeding Me“), auf den Livealben hingegen als herausragende kompositorische Stücke dargestellt sind und umgekehrt, dass Stücke live einer „Farce“ gleichen, auf dem Album hingegen herausragend sind („The Unforgiven“). Diese Unstimmigkeiten fallen nicht nur Fans negativ auf.

Auch ist die Übersetzung nicht sonderlich gelungen. Zwar passen Metal und wortgewaltige Texte oft gut zusammen, aber hier liegen teilweise Neologismen, Onomatopoetika und Metaphern vor, dass es einem graust: „Es gelang dem Titel geradezu, die seltsame Ruhe vor dem Sturm einzufangen. Jenem Sturm, der die Welt aus den Angeln hebt, indem er genau den akkustischen Nonsens heraufbeschwört, der aus der Besessenheit der Band mit den heroischen Wildwest-Motiven eines Ennio Morricone in seinen melodramatischeren Momenten entsprungen scheint.“ Nun die Preisfrage: welcher Song wird hier beschrieben?

Über einige Rechtschreibfehler wird man hinwegsehen können, bei richtigen Fehlern – und damit meine ich wirklich richtige Fehler – sieht das allerdings schon anders aus. Nur einige Beispiele: „Nothing else matters“ ist kein „zärtliches Liebeslied“, weder „Holier then thou“, noch irgendein Lied von „Load“ oder „Reload“ würde dem Prädikat „Thrashmetal“ genügen, "...And Justice For All" wurde auf „Binge & Purge“ nur als Medley, nicht – wie besprochen – ganz gespielt, das war auf dem Seattle-Mitschnitt der Fall. Die Reihe ist damit leider nicht beendet, die Auflistung ließe sich noch fortsetzen.

Als Fazit ist zu sagen, dass man als Neueinsteiger sicherlich einige Informationen aus dem Buch herausziehen kann. Allerdings sollte man auch wissen, dass hier angeblich zwei Fans am Werke waren, die ihre Meinung äußern, und das in meinen Augen eher schlecht als recht. Man bekommt den Eindruck, dass teilweise schlampig recherchiert wurde, einige Interviews, die die Autoren mit den Four Horsemen führten, reichen für eine einführende Besprechung der Lieder der größten Metalband aller Zeiten eben nicht aus. Schade, es wäre mehr drin gewesen.

geschrieben am 17.05.2009 | 513 Wörter | 3074 Zeichen

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