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Dreieck Quadrat Kreis


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Dreieck Quadrat Kreis Mac Barnett und Jon Klassen haben schon mehrere Kinderbücher zusammen geschaffen und nun liegt die Trilogie „Dreieck Quadrat Kreis“ vor. Es handelt sich um drei Bilderbücher, die eigenständig sind, aber in denen jeweils mindestens zwei der geometrischen Figuren vorkommen. Die Zusammenstellung wirft bei mir Fragen auf. Denn die drei Bücher sind inhaltlich nicht kohärent, sodass sich mir der Sinn der Trilogie überhaupt nicht erschließt: keine der Geschichten knüpft an die andere an oder wird durch die jeweils andere bedingt. Dazu hätte es durchaus auf der Hand gelegen, jeweils alle drei geometrischen Charaktere interagieren zu lassen, was aber nicht geschieht. Darüber hinaus habe ich Zweifel an der Geeignetheit der Geschichte für die angegebene Zielaltersgruppe von 5-7 Jahren, also Kindern, die gerade in die Grundschule kommen. Die graphische Aufmachung spricht eher für ein Buch für Kindergartenkinder, die Geschichten erfordern aber Transferleistungen, die ich selbst manchem Erstklässler nicht zumuten würde, dazu später mehr. Insgesamt haben mich die drei Titel also nicht überzeugen können, weder als Paket noch als Einzeltitel. Worum geht es in den Einzelbüchern? In „Quadrat“ wird beschrieben wie Quadrat aus seiner Höhle Klötze holt und zu einem Haufen auf einem Hügel schichtet. Kreis hält die Klötze für Kunst und möchte auch ein Ebenbild von sich, Quadrat sei ja ein „Genie“. Quadrat scheitert natürlich an der Aufgabe und ist verzweifelt. Über Nacht regnet es aber und Kreis bewundert am Morgen sein Spiegelbild im Wasser und hält das für das Werk von Quadrat, der sich am Ende fragt, ob er wirklich ein Genie ist. Was genau soll in dieser Geschichte die kindgerechte Botschaft sein? In „Kreis“ spielen die drei Figuren Verstecken mit der Einschränkung, sich nicht hinter dem Wasserfall zu verstecken. Dreieck tut natürlich genau das und Kreis muss ihn dort im Dunkeln suchen. Er entdeckt in der Finsternis ein Augenpaar und spricht zu ihm tadelnd, als ob es Dreieck wäre, was aber gar nicht der Fall ist. Da taucht Dreieck auf und als sie merken, dass da noch ein weiteres Wesen in der Dunkelheit ist, flüchten sie aus der Höhle und sinnieren dann darüber, ob das Wesen in der Höhle gut oder böse war und welche Form es gehabt haben könnte. Es stellt sich dieselbe Frage wie oben, wenngleich hier schon eher transportiert werden kann, wie man mit Ängsten, Vorwürfen und dem Ungewissen umgehen kann. Ob das aber passender Stoff für Grundschuleinsteiger ist, wage ich doch stark zu bezweifeln. In „Dreieck“ will dieser Quadrat einen fiesen Streich spielen, wobei über die Hälfte des Buches daraus besteht, dass Dreieck an dreieckigen Formen und dann an quadratischen Formen vorbeiläuft und später dieselbe Strecke zurück – wahnsinnig innovativ. Bei Quadrat angekommen, mimt er eine Schlange, Quadrat hat Angst, entdeckt Dreieck, ist sauer und verfolgt ihn zu dessen Haus. Dort bleibt er in der dreieckigen Tür stecken aber münzt das Missgeschick ebenfalls als Streich um, da er das Haus so verdunkelt und Dreieck deswegen Angst bekommt. Dieses Buch finde ich nicht nur so richtig einfallslos, sondern auch schlecht, was die Botschaft für die Leserschaft angeht: soll man sich rächen? soll man fiese Streiche spielen? Überzeugt mich überhaupt nicht. Insgesamt komme ich deshalb zu dem Ergebnis, dass mir die drei Bücher weder einzeln noch als Gesamtpaket inhaltlich gefallen. Auch die Komposition als Trilogie bleibt fragwürdig. Graphisch ist es in Ordnung, von der Haptik her ebenfalls.

Mac Barnett und Jon Klassen haben schon mehrere Kinderbücher zusammen geschaffen und nun liegt die Trilogie „Dreieck Quadrat Kreis“ vor. Es handelt sich um drei Bilderbücher, die eigenständig sind, aber in denen jeweils mindestens zwei der geometrischen Figuren vorkommen.

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Die Zusammenstellung wirft bei mir Fragen auf. Denn die drei Bücher sind inhaltlich nicht kohärent, sodass sich mir der Sinn der Trilogie überhaupt nicht erschließt: keine der Geschichten knüpft an die andere an oder wird durch die jeweils andere bedingt. Dazu hätte es durchaus auf der Hand gelegen, jeweils alle drei geometrischen Charaktere interagieren zu lassen, was aber nicht geschieht. Darüber hinaus habe ich Zweifel an der Geeignetheit der Geschichte für die angegebene Zielaltersgruppe von 5-7 Jahren, also Kindern, die gerade in die Grundschule kommen. Die graphische Aufmachung spricht eher für ein Buch für Kindergartenkinder, die Geschichten erfordern aber Transferleistungen, die ich selbst manchem Erstklässler nicht zumuten würde, dazu später mehr. Insgesamt haben mich die drei Titel also nicht überzeugen können, weder als Paket noch als Einzeltitel.

Worum geht es in den Einzelbüchern? In „Quadrat“ wird beschrieben wie Quadrat aus seiner Höhle Klötze holt und zu einem Haufen auf einem Hügel schichtet. Kreis hält die Klötze für Kunst und möchte auch ein Ebenbild von sich, Quadrat sei ja ein „Genie“. Quadrat scheitert natürlich an der Aufgabe und ist verzweifelt. Über Nacht regnet es aber und Kreis bewundert am Morgen sein Spiegelbild im Wasser und hält das für das Werk von Quadrat, der sich am Ende fragt, ob er wirklich ein Genie ist. Was genau soll in dieser Geschichte die kindgerechte Botschaft sein?

In „Kreis“ spielen die drei Figuren Verstecken mit der Einschränkung, sich nicht hinter dem Wasserfall zu verstecken. Dreieck tut natürlich genau das und Kreis muss ihn dort im Dunkeln suchen. Er entdeckt in der Finsternis ein Augenpaar und spricht zu ihm tadelnd, als ob es Dreieck wäre, was aber gar nicht der Fall ist. Da taucht Dreieck auf und als sie merken, dass da noch ein weiteres Wesen in der Dunkelheit ist, flüchten sie aus der Höhle und sinnieren dann darüber, ob das Wesen in der Höhle gut oder böse war und welche Form es gehabt haben könnte. Es stellt sich dieselbe Frage wie oben, wenngleich hier schon eher transportiert werden kann, wie man mit Ängsten, Vorwürfen und dem Ungewissen umgehen kann. Ob das aber passender Stoff für Grundschuleinsteiger ist, wage ich doch stark zu bezweifeln.

In „Dreieck“ will dieser Quadrat einen fiesen Streich spielen, wobei über die Hälfte des Buches daraus besteht, dass Dreieck an dreieckigen Formen und dann an quadratischen Formen vorbeiläuft und später dieselbe Strecke zurück – wahnsinnig innovativ. Bei Quadrat angekommen, mimt er eine Schlange, Quadrat hat Angst, entdeckt Dreieck, ist sauer und verfolgt ihn zu dessen Haus. Dort bleibt er in der dreieckigen Tür stecken aber münzt das Missgeschick ebenfalls als Streich um, da er das Haus so verdunkelt und Dreieck deswegen Angst bekommt. Dieses Buch finde ich nicht nur so richtig einfallslos, sondern auch schlecht, was die Botschaft für die Leserschaft angeht: soll man sich rächen? soll man fiese Streiche spielen? Überzeugt mich überhaupt nicht.

Insgesamt komme ich deshalb zu dem Ergebnis, dass mir die drei Bücher weder einzeln noch als Gesamtpaket inhaltlich gefallen. Auch die Komposition als Trilogie bleibt fragwürdig. Graphisch ist es in Ordnung, von der Haptik her ebenfalls.

geschrieben am 12.08.2019 | 548 Wörter | 2960 Zeichen

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