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Ich bin ein Dieb


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Ich bin ein Dieb Das wunderbare Kinderbuch von Abigail Rayner und Molly Ruttan thematisiert ein in der Kindergartenzeit bis in die frühe Grundschulzeit virulentes Problem: das Kennenlernen von Mein und Dein, den Respekt vor dem Besitz bzw. Eigentum Dritter, das Widerstehen bei Besitzwünschen und die Frage nach den Konsequenzen für einen Verstoß dagegen, sprich für die Mitnahme von Dingen, die einem gar nicht gehören. Dabei stehen nicht nur reale Konsequenzen auf dem Tableau, also eine mögliche Bestrafung, sondern auch die psychische Verarbeitung des Geschehens im Kopf des Kindes. Protagonistin des Buches ist die strebsame Elisa Jane Murphy, die eigentlich eine vorbildliche Schülerin ist, aber im Rahmen eines Klassenprojekts zur Farbe Grün schwach wird und ein Ausstellungsstück, einen funkelnden Stein, einfach einsteckt. Der Stein wird alsbald verzweifelt gesucht, aber natürlich verdächtigt niemand die immer brave Elisa. Die aber kann mit ihrer Handlung so gar nicht konform gehen: weder kann sie den neuen Besitz genießen noch sich unbefangen in ihrer Klasse oder zuhause bewegen. Alsdann beginnt die reflektierende Spurensuche durch Befragung der Familienmitglieder: haben diese auch schon etwas gestohlen? Nach und nach bemerkt Elisa, dass sie mit ihrem Fehltritt nicht alleine auf der Welt ist, sondern jeder einmal (oder sogar mehrmals) Dinge an sich genommen hat, die ihr oder ihm nicht gehört haben. Ist Elisa also Mitglied einer gewaltig großen Verbrecherbande? Keineswegs, aber das Ausweinen bei den Eltern und die Aussprache mit der Lehrerin am nächsten Tag sorgen für die Rückkehr des Lächelns in Elisas Gesicht. Auf ganz spielerische Weise befasst das Buch die kleinen Leserinnen und Leser mit dem Tabu des Diebstahls und führt als Metathema zugleich ein, dass man eben nicht nur einen Charakterzug aufzuweisen hat, sondern eine durchaus vielschichtige Persönlichkeit hat, mit der man sich wohl oder übel arrangieren muss. Durch diese Kombination der Themen ist das Buch sowohl als Bilderbuch für Kindergartenkinder, aber auch als Diskussionsanstoß für Grundschulkinder geeignet. Eine echte Empfehlung.

Das wunderbare Kinderbuch von Abigail Rayner und Molly Ruttan thematisiert ein in der Kindergartenzeit bis in die frühe Grundschulzeit virulentes Problem: das Kennenlernen von Mein und Dein, den Respekt vor dem Besitz bzw. Eigentum Dritter, das Widerstehen bei Besitzwünschen und die Frage nach den Konsequenzen für einen Verstoß dagegen, sprich für die Mitnahme von Dingen, die einem gar nicht gehören. Dabei stehen nicht nur reale Konsequenzen auf dem Tableau, also eine mögliche Bestrafung, sondern auch die psychische Verarbeitung des Geschehens im Kopf des Kindes.

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Protagonistin des Buches ist die strebsame Elisa Jane Murphy, die eigentlich eine vorbildliche Schülerin ist, aber im Rahmen eines Klassenprojekts zur Farbe Grün schwach wird und ein Ausstellungsstück, einen funkelnden Stein, einfach einsteckt. Der Stein wird alsbald verzweifelt gesucht, aber natürlich verdächtigt niemand die immer brave Elisa. Die aber kann mit ihrer Handlung so gar nicht konform gehen: weder kann sie den neuen Besitz genießen noch sich unbefangen in ihrer Klasse oder zuhause bewegen. Alsdann beginnt die reflektierende Spurensuche durch Befragung der Familienmitglieder: haben diese auch schon etwas gestohlen? Nach und nach bemerkt Elisa, dass sie mit ihrem Fehltritt nicht alleine auf der Welt ist, sondern jeder einmal (oder sogar mehrmals) Dinge an sich genommen hat, die ihr oder ihm nicht gehört haben. Ist Elisa also Mitglied einer gewaltig großen Verbrecherbande? Keineswegs, aber das Ausweinen bei den Eltern und die Aussprache mit der Lehrerin am nächsten Tag sorgen für die Rückkehr des Lächelns in Elisas Gesicht.

Auf ganz spielerische Weise befasst das Buch die kleinen Leserinnen und Leser mit dem Tabu des Diebstahls und führt als Metathema zugleich ein, dass man eben nicht nur einen Charakterzug aufzuweisen hat, sondern eine durchaus vielschichtige Persönlichkeit hat, mit der man sich wohl oder übel arrangieren muss. Durch diese Kombination der Themen ist das Buch sowohl als Bilderbuch für Kindergartenkinder, aber auch als Diskussionsanstoß für Grundschulkinder geeignet. Eine echte Empfehlung.

geschrieben am 12.08.2019 | 310 Wörter | 1801 Zeichen

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