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Luuna: Die Nacht der Totem


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Rezension von

Frank Drehmel

Die Nacht der Totem Luuna ist ein junges Mädchen und eine Paumanok. Allen Angehörigen dieses Stammes ist die Fähigkeit in die Wiege gelegt, mit den Tieren sowie den Geistern des Waldes und der Natur sprechen zu können. Dem Mädchen steht die wichtigste Nacht ihres bisherigen Lebens bevor. Der Geist des Lebens soll ihr am Herz des Waldes ihr persönliches Totem offenbaren. Daher macht sich Luuna begleitet von drei kleinen Geistern - Wompat, Wambat und Wimlat - und einigen tierischen Freunden ohne Angst auf den Weg. Doch die Stammesältesten, die diese besondere Nacht auswählten, haben einen fatalen Fehler begangen, denn es ist die Nacht des Unkui, der schwarzen Seele der Erde. Als Luuna vor dem Herz des Waldes, Hohapah, steht fordert der Unkui ihre Seele. Und obwohl Hohapah versucht das Mädchen zu schützen, muss er sich, gebunden an uralte Regeln, auf einen Handel einlassen. Fortan teilen sich die beiden Geister das Mädchen: Luunas Totem werden zwei Wölfe sein, ein schwarzer für die Nacht und ein weißer für den Tag. Um den Fluch des Unkui zu brechen, schlägt ihr Papaki, der weise Elch an ihrer Seite, vor, zunächst mit Kauyumari, dem großen Hirsch, zu sprechen. Sie spüren zwar dieses mythische Wesen auf, doch die Gesandten des Unkui sind ihnen dicht auf den Fersen; und als diese während eines Überfalls Papaki töten, schwört Luuna, Rache für ihren Freund zu nehmen. Fortan wandelt sie, in deren Adern nun das grüne Blut des Waldes fließt und deren Körper bedeckt ist von der dunklen Haut der Erde, zwischen beiden Welten, zwischen der des Lichtes und der des Schattens. Autor und Künstler begeben sich mit diesem Album auf eine Gratwanderung zwischen Erwachsenen- und Jugendcomic. Die einfach konstruierte, frisch erzählte Story weist mit ihrer “moralisch grauen” Hauptprotagonistin, dem geisterhaften, mythologischen Bezugsrahmen und den drei Begleitern Luunas - Wompat, Wambat und Wimlat -, welche kawaiihafte Züge tragen eindeutig Parallelen zur japanischen Mangakultur auf und richtet sich damit grundsätzlich eher an Jugendliche (oder jung gebliebene Erwachsene). Das Artwork Keramidas’ und Garcias hingegen dürften eher erwachsene Leser zu schätzen bzw. zu würdigen wissen. Zwar sind auch hier Einflüsse der Mangas spürbar - insbesondere in den extrem überbetonten Augen und den durch starke Emotionen geprägten Mimiken -, aber in Bezug auf die Panelgestaltung und den Seitenaufbau folgt der Zeichner einem klassischen, nicht-japanischen Ansatz. Das, was dieses Comic grafisch so interessant macht, ist die sparsame Strichführung Keramidas’ in Verbindung mit der formgebenden Koloration Garcias, die vor allem den Gesichtern der Figuren, die oft im Mittelpunkt der Panels stehen, einen gleichermaßen eckigen wie dynamischen Ausdruck verleiht. Fazit: Die jugendlich-leichte Geschichte und das interessante Artwork machen “Die Nacht der Totems” zu einer Empfehlung für aufgeschlossene Leser jeden Alters.

Luuna ist ein junges Mädchen und eine Paumanok. Allen Angehörigen dieses Stammes ist die Fähigkeit in die Wiege gelegt, mit den Tieren sowie den Geistern des Waldes und der Natur sprechen zu können.

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rezensiert seit
Buchtitel
1
18.02.2018
4
18.02.2018
5
18.02.2018

Dem Mädchen steht die wichtigste Nacht ihres bisherigen Lebens bevor. Der Geist des Lebens soll ihr am Herz des Waldes ihr persönliches Totem offenbaren. Daher macht sich Luuna begleitet von drei kleinen Geistern - Wompat, Wambat und Wimlat - und einigen tierischen Freunden ohne Angst auf den Weg. Doch die Stammesältesten, die diese besondere Nacht auswählten, haben einen fatalen Fehler begangen, denn es ist die Nacht des Unkui, der schwarzen Seele der Erde.

Als Luuna vor dem Herz des Waldes, Hohapah, steht fordert der Unkui ihre Seele. Und obwohl Hohapah versucht das Mädchen zu schützen, muss er sich, gebunden an uralte Regeln, auf einen Handel einlassen. Fortan teilen sich die beiden Geister das Mädchen: Luunas Totem werden zwei Wölfe sein, ein schwarzer für die Nacht und ein weißer für den Tag.

Um den Fluch des Unkui zu brechen, schlägt ihr Papaki, der weise Elch an ihrer Seite, vor, zunächst mit Kauyumari, dem großen Hirsch, zu sprechen.

Sie spüren zwar dieses mythische Wesen auf, doch die Gesandten des Unkui sind ihnen dicht auf den Fersen; und als diese während eines Überfalls Papaki töten, schwört Luuna, Rache für ihren Freund zu nehmen.

Fortan wandelt sie, in deren Adern nun das grüne Blut des Waldes fließt und deren Körper bedeckt ist von der dunklen Haut der Erde, zwischen beiden Welten, zwischen der des Lichtes und der des Schattens.

Autor und Künstler begeben sich mit diesem Album auf eine Gratwanderung zwischen Erwachsenen- und Jugendcomic. Die einfach konstruierte, frisch erzählte Story weist mit ihrer “moralisch grauen” Hauptprotagonistin, dem geisterhaften, mythologischen Bezugsrahmen und den drei Begleitern Luunas - Wompat, Wambat und Wimlat -, welche kawaiihafte Züge tragen eindeutig Parallelen zur japanischen Mangakultur auf und richtet sich damit grundsätzlich eher an Jugendliche (oder jung gebliebene Erwachsene).

Das Artwork Keramidas’ und Garcias hingegen dürften eher erwachsene Leser zu schätzen bzw. zu würdigen wissen. Zwar sind auch hier Einflüsse der Mangas spürbar - insbesondere in den extrem überbetonten Augen und den durch starke Emotionen geprägten Mimiken -, aber in Bezug auf die Panelgestaltung und den Seitenaufbau folgt der Zeichner einem klassischen, nicht-japanischen Ansatz.

Das, was dieses Comic grafisch so interessant macht, ist die sparsame Strichführung Keramidas’ in Verbindung mit der formgebenden Koloration Garcias, die vor allem den Gesichtern der Figuren, die oft im Mittelpunkt der Panels stehen, einen gleichermaßen eckigen wie dynamischen Ausdruck verleiht.

Fazit: Die jugendlich-leichte Geschichte und das interessante Artwork machen “Die Nacht der Totems” zu einer Empfehlung für aufgeschlossene Leser jeden Alters.

geschrieben am 15.11.2008 | 433 Wörter | 2466 Zeichen

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