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Die Druiden, Bd. 4: Der Kreis der Giganten


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Rezension von

Frank Drehmel

Der Kreis der Giganten Ys versinkt in den Fluten und mit ihr der Speer des Lug, der fortan in der Obhut Dahuds, der Prinzessin aus der Anderswelt, auf dem Grund der See vor den Nachstellungen nicht nur der schwarzen Mönche sicher sein wird. Lediglich Gwenc’hlan, Taran, Gwenole sowie wenige andere Brüder überleben den Untergang der weißen Stadt. Sie kehren zunächst auf die Insel Brigate in das gleichnamige Kloster zurück, um dort Kraft zu schöpfen und ihre nächsten Schritte zu diskutieren, denn ein weiteres Artefakt, der Kessel des Dagda, muss gefunden werden. Vage Hinweise deuten auf einen Kreis riesiger Monolithe - Stonehenge - im Herzen Britaniens. Hier soll sich zur Wintersonnenwende eine Karte offenbaren, die den Weg zu dem mythischen Gefäß weist. Umgehend brechen der Druide und sein Schüler in Begleitung einiger Mönche auf; allerdings ohne Bruder Budog, Gwenc'hlans altem Freund, für den die Strapazen einer Reise in ein umkämpftes Land zuviel wären. Mit knapper Not entgeht die kleine Schar auf dem offenen Meer einem Piratenüberfall und erreicht schließlich nach einem kurzen Zwischenstopp am Hofe König Arthurs den Kreis der Riesen. Hier enthüllt ein seltsames Wesen Gwenc'hlan den weiteren Weg, an dessen Ende die Insel Ailbe liegt. Allerdings erweist sich die Weiterreise durch sumpfiges Terrain nicht nur als beschwerlich, sondern inmitten des Moores lauert eine tödliche Gefahr. Doch nicht nur von dieser Seite droht den Reisenden Ungemach: Bruder Gwenole erhält von einem Repräsentanten seiner Kirche, Verus, den Auftrag, das Druiden-Problem endgültig zu lösen. Der Mönch willigt ein, obwohl er an der Schuld der Druiden für die Morde, welche die aktuellen Ereignisse erst in Gang gesetzt haben, zweifelt. Und schließlich sind da noch die geheimnisvollen schwarz gewandeten Mönche, die ebenfalls gen Ailbe ziehen Inhaltlich setzt sich im vierten Band die Tour de Force durch die Welt keltischer Mythen, historischer Ars Vivendi und religiöser Dissonanzen fort. Die Protagonisten hetzten von einem Ort zum anderen, von einer Erkenntnis zur nächsten, folgen vorgezeichneten Pfaden, ohne dass der Leser das Gefühl hat, sie halten das Heft des Handels in den eigenen Händen. Angesichts dieser mitreißenden Dynamik bleibt kaum Zeit für Charakterentwicklungen, das klare Ausleuchten von Hintergründen oder den befriedigenden Abschluss angerissener Themen. Dennoch hat man nur selten das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen, denn erstens sind die Figuren aus sich heraus so stark, so einmalig, dass sie auch in ihrer Reduziertheit Bestand haben, und zweitens erkennt man die Mehrzahl der Begebenheiten – den Aufenthalt am Hofe Arthurs, das Zusammentreffen mit dem gehörnten Wesen von Stonehenge oder mit einer Hexe - als Illustrationen des historischen, mythischen Story-Kontextes, welche ihrerseits keiner weiteren Ausschmückung bedürfen. Nach wie vor ist es das Artwork Lamontagnes, das „Die Druiden“ aus dem Einerlei des Fantasy-Comic-Marktes herausragen lässt. Auf der einen Seite bemüht sich der Künstler in der Darstellung der Landschaften, der Architekturen sowie des kulturellen Hintergrundes – Kleidung, Accessoires, etc. - um historische, fast schon naturalistische Genauigkeit, auf der anderen Seite macht er auf geradezu plakative Art und Weise – durch Linienführung und Koloration - aus den Gesichtern der Protagonisten Spiegel ihrer Seelen. Etwas mehr Perversion und Verderbtheit Ausstrahlendes als das Gesicht Vestus' ist mir im Comic bisher nicht untergekommen. Einfach grandios! Fazit: Spannende, atmosphärisch dichte und grafisch mitreißende Historical Fantasy, die Lust auf die nächsten Alben der Serie macht.

Ys versinkt in den Fluten und mit ihr der Speer des Lug, der fortan in der Obhut Dahuds, der Prinzessin aus der Anderswelt, auf dem Grund der See vor den Nachstellungen nicht nur der schwarzen Mönche sicher sein wird.

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rezensiert seit
Buchtitel
1
18.02.2018
4
18.02.2018
5
18.02.2018

Lediglich Gwenc’hlan, Taran, Gwenole sowie wenige andere Brüder überleben den Untergang der weißen Stadt. Sie kehren zunächst auf die Insel Brigate in das gleichnamige Kloster zurück, um dort Kraft zu schöpfen und ihre nächsten Schritte zu diskutieren, denn ein weiteres Artefakt, der Kessel des Dagda, muss gefunden werden.

Vage Hinweise deuten auf einen Kreis riesiger Monolithe - Stonehenge - im Herzen Britaniens. Hier soll sich zur Wintersonnenwende eine Karte offenbaren, die den Weg zu dem mythischen Gefäß weist.

Umgehend brechen der Druide und sein Schüler in Begleitung einiger Mönche auf; allerdings ohne Bruder Budog, Gwenc'hlans altem Freund, für den die Strapazen einer Reise in ein umkämpftes Land zuviel wären.

Mit knapper Not entgeht die kleine Schar auf dem offenen Meer einem Piratenüberfall und erreicht schließlich nach einem kurzen Zwischenstopp am Hofe König Arthurs den Kreis der Riesen. Hier enthüllt ein seltsames Wesen Gwenc'hlan den weiteren Weg, an dessen Ende die Insel Ailbe liegt.

Allerdings erweist sich die Weiterreise durch sumpfiges Terrain nicht nur als beschwerlich, sondern inmitten des Moores lauert eine tödliche Gefahr.

Doch nicht nur von dieser Seite droht den Reisenden Ungemach: Bruder Gwenole erhält von einem Repräsentanten seiner Kirche, Verus, den Auftrag, das Druiden-Problem endgültig zu lösen. Der Mönch willigt ein, obwohl er an der Schuld der Druiden für die Morde, welche die aktuellen Ereignisse erst in Gang gesetzt haben, zweifelt.

Und schließlich sind da noch die geheimnisvollen schwarz gewandeten Mönche, die ebenfalls gen Ailbe ziehen

Inhaltlich setzt sich im vierten Band die Tour de Force durch die Welt keltischer Mythen, historischer Ars Vivendi und religiöser Dissonanzen fort. Die Protagonisten hetzten von einem Ort zum anderen, von einer Erkenntnis zur nächsten, folgen vorgezeichneten Pfaden, ohne dass der Leser das Gefühl hat, sie halten das Heft des Handels in den eigenen Händen. Angesichts dieser mitreißenden Dynamik bleibt kaum Zeit für Charakterentwicklungen, das klare Ausleuchten von Hintergründen oder den befriedigenden Abschluss angerissener Themen. Dennoch hat man nur selten das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen, denn erstens sind die Figuren aus sich heraus so stark, so einmalig, dass sie auch in ihrer Reduziertheit Bestand haben, und zweitens erkennt man die Mehrzahl der Begebenheiten – den Aufenthalt am Hofe Arthurs, das Zusammentreffen mit dem gehörnten Wesen von Stonehenge oder mit einer Hexe - als Illustrationen des historischen, mythischen Story-Kontextes, welche ihrerseits keiner weiteren Ausschmückung bedürfen.

Nach wie vor ist es das Artwork Lamontagnes, das „Die Druiden“ aus dem Einerlei des Fantasy-Comic-Marktes herausragen lässt. Auf der einen Seite bemüht sich der Künstler in der Darstellung der Landschaften, der Architekturen sowie des kulturellen Hintergrundes – Kleidung, Accessoires, etc. - um historische, fast schon naturalistische Genauigkeit, auf der anderen Seite macht er auf geradezu plakative Art und Weise – durch Linienführung und Koloration - aus den Gesichtern der Protagonisten Spiegel ihrer Seelen. Etwas mehr Perversion und Verderbtheit Ausstrahlendes als das Gesicht Vestus' ist mir im Comic bisher nicht untergekommen. Einfach grandios!

Fazit: Spannende, atmosphärisch dichte und grafisch mitreißende Historical Fantasy, die Lust auf die nächsten Alben der Serie macht.

geschrieben am 06.07.2009 | 528 Wörter | 3092 Zeichen

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