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Die Druiden, Bd. 5: Der Schicksalsstein


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Rezension von

Frank Drehmel

Der Schicksalsstein Nach seinem Nahtoderlebnis erwacht Taran in der Hütte Bruder Briegs, eines Mönchs, der in einer kleinen christlichen Gemeinschaft auf der Insel Mona dem Beruf des Heilers nachgeht, und dessen Leute Gwenc’hlan sowie den Schüler außerordentlich freundlich aufgenommen haben. Während die Tage ins Land gehen, Taran sich allmählich erholt und beschließt, fortan selbst den Weg des Heilens zu beschreiten, stoßen nicht nur Mawdez und seine Brüder zu der kleinen Schar, sondern in einer versteckten Bucht landen Söldner – Skoten – sowie einige Anhänger des „Imperium Dei“, welche den heidnischen Gott Esus anbeten. Diese in dunkle Machenschaften verstrickten Mörder hoffen, dass Gwenc’hlan sie zu dem Kessel des Dagda führt, nachdem sie schon die Lanze des Lug durch den Untergang der Stadt Ys verloren haben. Als sie sich nach einem kurzen Zwischenfall durch den Druiden entdeckt wähnen, verlassen die Ordensleute und ihre Söldner zwar umgehend die Insel, aber Gwenc’hlan weiß nun, dass er selbst schnellstens nach Cannaigh aufbrechen muss, wobei er sich bewusst ist, dass einer von den begleitenden Mönchen ein Verräter sein könnte. Als sie schließlich am Ziel ihrer Reise ankommen, werden die Christen von einem alten Pikten sowie einem piktischen Hünen handgreiflich empfangen. Als sich Gwenc’hlan jedoch als Druide zu erkennen gibt, deeskaliert dieses die Situation merklich, denn auch unter den keltischen Pikten genießen die weisen Männer hohes Ansehen. In Lager der Einheimischen erfährt der Lehrer Tarans schließlich von dem Alten etwas über den gesuchten Kessel und den Raub des Schicksalssteins der Pikten durch Wikinger, welche das Artefakt zur Insel Ailbe geschafft haben sollen, des Ortes also, an dem auch der Kessel mutmaßlich verborgen ist. Damit werden Druiden, Mönche und Pikten zu Verbündeten, die sich nun gemeinsam auf den Weg machen, beide magischen Gegenstände den Wikingern zu entreißen. Während Taran und Gwenc’hlan in den Kampf ziehen, hat Bruder Gwenole andernorts eine Vision, die ihn schließlich in das Kloster Domnonia aufbrechen lässt, wo er weitere Informationen über die Morde zu erhalten hofft, mit denen alles begann. Doch seinen Hoffnungen sterben, als er erkennt, auf welch perfide Art Bischoff Versus und seine Glaubensbrüder offensichtlich Unschuldige drangsalieren und töten. Nach einem dramaturgisch schwachen Start, welcher den Cliffhanger des Vorgängerbandes nicht stimmig auflöst, nimmt die Geschichte glücklicherweise Fahrt auf; die Autoren finden alles in allem das rechte Maß zwischen Action, lebendig-natürlichen Dialogen, Konstruktion von Rätseln sowie historischen und mythischen Exkursen, wobei die Figuren mit Ausnahme Gwenoles hinsichtlich ihrer Charaktertiefe auch in diesem Band etwas „hinten runterfallen“ und eher reagierend, denn agierend gezeichnet sind. Etwas, das zumindest mich stört, ist das wilde Hin -und Hergereise in einer Welt, in der Segelboote, Pferde und Kutschen das höchste der Gefühle sind, ist das „Extrem-Insel-Hopping“ im Zuge der Questen, das dem zeitlichen Rahmen, dem Handlungsablauf etwas Surreales, Unplausibles verleiht. Allerdings machen das grafisch schlüssige Ambiente, historisch authentische Accessoires und Gewandungen, pittoreske Landschaften sowie die realistisch-kraftvolle, atmosphärisch stimmige Koloration das Artwork Lamontagnes auch in diesem fünften Album zu einem Augenschmaus, der kleine Story-Hänger vergessen macht. Fazit: Trotz kleinerer Stolperer eine spannende, unterhaltsame Geschichte vor einem stimmigen Hintergrund, die zudem exzellent visualisiert ist.

Nach seinem Nahtoderlebnis erwacht Taran in der Hütte Bruder Briegs, eines Mönchs, der in einer kleinen christlichen Gemeinschaft auf der Insel Mona dem Beruf des Heilers nachgeht, und dessen Leute Gwenc’hlan sowie den Schüler außerordentlich freundlich aufgenommen haben.

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Buchtitel
1
18.02.2018
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18.02.2018
5
18.02.2018

Während die Tage ins Land gehen, Taran sich allmählich erholt und beschließt, fortan selbst den Weg des Heilens zu beschreiten, stoßen nicht nur Mawdez und seine Brüder zu der kleinen Schar, sondern in einer versteckten Bucht landen Söldner – Skoten – sowie einige Anhänger des „Imperium Dei“, welche den heidnischen Gott Esus anbeten. Diese in dunkle Machenschaften verstrickten Mörder hoffen, dass Gwenc’hlan sie zu dem Kessel des Dagda führt, nachdem sie schon die Lanze des Lug durch den Untergang der Stadt Ys verloren haben. Als sie sich nach einem kurzen Zwischenfall durch den Druiden entdeckt wähnen, verlassen die Ordensleute und ihre Söldner zwar umgehend die Insel, aber Gwenc’hlan weiß nun, dass er selbst schnellstens nach Cannaigh aufbrechen muss, wobei er sich bewusst ist, dass einer von den begleitenden Mönchen ein Verräter sein könnte.

Als sie schließlich am Ziel ihrer Reise ankommen, werden die Christen von einem alten Pikten sowie einem piktischen Hünen handgreiflich empfangen. Als sich Gwenc’hlan jedoch als Druide zu erkennen gibt, deeskaliert dieses die Situation merklich, denn auch unter den keltischen Pikten genießen die weisen Männer hohes Ansehen. In Lager der Einheimischen erfährt der Lehrer Tarans schließlich von dem Alten etwas über den gesuchten Kessel und den Raub des Schicksalssteins der Pikten durch Wikinger, welche das Artefakt zur Insel Ailbe geschafft haben sollen, des Ortes also, an dem auch der Kessel mutmaßlich verborgen ist. Damit werden Druiden, Mönche und Pikten zu Verbündeten, die sich nun gemeinsam auf den Weg machen, beide magischen Gegenstände den Wikingern zu entreißen.

Während Taran und Gwenc’hlan in den Kampf ziehen, hat Bruder Gwenole andernorts eine Vision, die ihn schließlich in das Kloster Domnonia aufbrechen lässt, wo er weitere Informationen über die Morde zu erhalten hofft, mit denen alles begann. Doch seinen Hoffnungen sterben, als er erkennt, auf welch perfide Art Bischoff Versus und seine Glaubensbrüder offensichtlich Unschuldige drangsalieren und töten.

Nach einem dramaturgisch schwachen Start, welcher den Cliffhanger des Vorgängerbandes nicht stimmig auflöst, nimmt die Geschichte glücklicherweise Fahrt auf; die Autoren finden alles in allem das rechte Maß zwischen Action, lebendig-natürlichen Dialogen, Konstruktion von Rätseln sowie historischen und mythischen Exkursen, wobei die Figuren mit Ausnahme Gwenoles hinsichtlich ihrer Charaktertiefe auch in diesem Band etwas „hinten runterfallen“ und eher reagierend, denn agierend gezeichnet sind.

Etwas, das zumindest mich stört, ist das wilde Hin -und Hergereise in einer Welt, in der Segelboote, Pferde und Kutschen das höchste der Gefühle sind, ist das „Extrem-Insel-Hopping“ im Zuge der Questen, das dem zeitlichen Rahmen, dem Handlungsablauf etwas Surreales, Unplausibles verleiht.

Allerdings machen das grafisch schlüssige Ambiente, historisch authentische Accessoires und Gewandungen, pittoreske Landschaften sowie die realistisch-kraftvolle, atmosphärisch stimmige Koloration das Artwork Lamontagnes auch in diesem fünften Album zu einem Augenschmaus, der kleine Story-Hänger vergessen macht.

Fazit: Trotz kleinerer Stolperer eine spannende, unterhaltsame Geschichte vor einem stimmigen Hintergrund, die zudem exzellent visualisiert ist.

geschrieben am 13.05.2010 | 502 Wörter | 3056 Zeichen

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