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Yiu - Die Apokalypse, Bd. 7: Das Letzte Testament


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Rezension von

Frank Drehmel

Das Letzte Testament Als Yiu vor dem Krankenhaus, in dem ihr kleiner Bruder operiert wurde, eintrifft, erblickt sie eine Legion elektrischer Entitäten, die es ebenfalls zu diesem Ort und zu dem Jungen gezogen hat. Die Attentäterin muss sich den Weg in die Festung kämpfen, will sie Ji-A retten. Doch als sie ihn schließlich erreicht, ist es zu spät: der Kleine stirbt in den Armen seiner Schwester … um kurz darauf als Wesen zurückzukehren, von dem Yiu nicht weiß, wie viel von ihrem Bruder noch darin verborgen ist. Ging es im fünften Band storymäßig leicht bergauf, steht in den beiden Abschlussalben erneut das von dumpfen, billigen Pathos und verquast religiösen Plattitüden begleitete ideenlose Schlachten, Morden, Metzeln, Vernichten, Zerstören ganz im Mittelpunkt der Geschichte; eine Handlung jenseits der Gewalt findet lediglich im Ji-A-Story-Arc statt, wobei der letztlich auch nur eine Rechtfertigung für die Mordlust und Mordtaten Yius liefert, die ohne diesen familiären Kontext nicht mehr als eine psycho- und soziopathisch, mit Cyberware gepimpte Irre wäre. Mit dieser kontextuellen Marginalie im Hinterkopf lässt sich subsumierend feststellen, dass der Autor fast schon mitleiderregend deutlich daran gescheitert ist, Figuren, Handlung und generellem Hintergrund einen Hauch von Tiefe zu verleihen – wenn das je ihre Anliegen gewesen sein sollte –, weshalb dem nicht-voyeuristischen Leser die Gewalt-Exzesse und das Schicksal aller Beteiligten nicht nur emotional am Arsch vorbeigehen, sondern ihn schnell maßlos langweilen. Das Scheitern Téhys bezieht sich ebenfalls auf den Entwurf einer Apokalypse, den Untergang einer Zivilisation, einer Dystopie, weil außerhalb des Kriegsschauplatzes, verborgen im "Fog of War" keine fassbare Welt und keine plausible Zivilisation existieren, die untergehen könnten. Damit bleibt es einmal mehr an Guenet hängen, den Leser mit seinen opulenten, farblich ausdrucksstarken und in toto dynamischen Bildern trotz der indiskutablen Geschichte wenigstens für kurze Augenblicke in seinen Bann zu ziehen Fazit: Der konsequent einfallslose, inhaltsleere Abschluss einer zumindest storymäßig durch und durch langweiligen Serie, eines siebenbändigen, mit verschwurbeltem religiösen Pathos verkleisterten Gewaltexzesses, der allenfalls in Guenets Visualisierung mit Erträglichkeit aufwartet.

Als Yiu vor dem Krankenhaus, in dem ihr kleiner Bruder operiert wurde, eintrifft, erblickt sie eine Legion elektrischer Entitäten, die es ebenfalls zu diesem Ort und zu dem Jungen gezogen hat. Die Attentäterin muss sich den Weg in die Festung kämpfen, will sie Ji-A retten. Doch als sie ihn schließlich erreicht, ist es zu spät: der Kleine stirbt in den Armen seiner Schwester … um kurz darauf als Wesen zurückzukehren, von dem Yiu nicht weiß, wie viel von ihrem Bruder noch darin verborgen ist.

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Ging es im fünften Band storymäßig leicht bergauf, steht in den beiden Abschlussalben erneut das von dumpfen, billigen Pathos und verquast religiösen Plattitüden begleitete ideenlose Schlachten, Morden, Metzeln, Vernichten, Zerstören ganz im Mittelpunkt der Geschichte; eine Handlung jenseits der Gewalt findet lediglich im Ji-A-Story-Arc statt, wobei der letztlich auch nur eine Rechtfertigung für die Mordlust und Mordtaten Yius liefert, die ohne diesen familiären Kontext nicht mehr als eine psycho- und soziopathisch, mit Cyberware gepimpte Irre wäre.

Mit dieser kontextuellen Marginalie im Hinterkopf lässt sich subsumierend feststellen, dass der Autor fast schon mitleiderregend deutlich daran gescheitert ist, Figuren, Handlung und generellem Hintergrund einen Hauch von Tiefe zu verleihen – wenn das je ihre Anliegen gewesen sein sollte –, weshalb dem nicht-voyeuristischen Leser die Gewalt-Exzesse und das Schicksal aller Beteiligten nicht nur emotional am Arsch vorbeigehen, sondern ihn schnell maßlos langweilen.

Das Scheitern Téhys bezieht sich ebenfalls auf den Entwurf einer Apokalypse, den Untergang einer Zivilisation, einer Dystopie, weil außerhalb des Kriegsschauplatzes, verborgen im "Fog of War" keine fassbare Welt und keine plausible Zivilisation existieren, die untergehen könnten.

Damit bleibt es einmal mehr an Guenet hängen, den Leser mit seinen opulenten, farblich ausdrucksstarken und in toto dynamischen Bildern trotz der indiskutablen Geschichte wenigstens für kurze Augenblicke in seinen Bann zu ziehen

Fazit: Der konsequent einfallslose, inhaltsleere Abschluss einer zumindest storymäßig durch und durch langweiligen Serie, eines siebenbändigen, mit verschwurbeltem religiösen Pathos verkleisterten Gewaltexzesses, der allenfalls in Guenets Visualisierung mit Erträglichkeit aufwartet.

geschrieben am 28.08.2011 | 323 Wörter | 1991 Zeichen

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