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Conquistador Band 1


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Rezension von

Frank Drehmel

Conquistador Band 1 Auf der Flucht vor Txlaka, dem Geist, dem Sohn der Wurzeln des Oqtal, schlägt sich im Mai des Jahres 1520 Hernando Royo als letzter Überlebender einer kleinen Gruppe von Konquistadoren durch den mexikanischen Dschungel. In den Resten einer maroden, zerfallenen Karavelle am Ufer einer kleinen Bucht findet er Muße, um die vergangenen Ereignisse Revue passieren zu lassen: In der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan werden die Truppen General Cortés' von Moctezuma, dem Herrscher des Reiches, gleichermaßen respektvoll wie freundlich empfangen, da der König in den Fremden entgegen der Warnungen seines Hohepriesters – Oczu - von den Göttern Gesandte - „Teules“ - sieht. So lässt sich Moctezuma auch überreden, um der Freundschaft Willen den „Teules“ den sagenhaften, gut verborgenen Schatz Tenochtitlans zu zeigen, nicht glaubend, dass das Gold Begehrlichkeiten in den Fremden weckt. In der Tat kann Cortés der Versuchung nicht widerstehen, das Gold für seinen König zu rauben; weil ihn jedoch ein dringendes militärisches Unterfangen zwingt, das Lager vor der Azteken-Stadt abzubrechen, kann er aber nicht offen operieren und fasst eine Plan, der den adligen Hernando Royo zu einem zentralen Protagonisten macht. Als stellvertretender Führer einer kleinen Gruppe von Dieben und Nichtsnutzen, die unter Befehl der schönen wie knallharten Catalina Guerero stehen, soll er das Gold – oder wenigstens einen Großteil – heimlich rauben. Das setzt voraus, dass sich auch diese kleine Gruppe Fremder des Respekts oder wenigstens der Duldung durch die Einheimischen sicher ist. Trotz einer Widrigkeiten und Zwistigkeiten innerhalb der kleine Schar scheint der Plan aufzugehen, können sie doch reiche Beute machen. Womit sie nicht gerechnet haben, ist der Wächter des Schatzes. Wie schon in ihrer gemeinsamen Kreuzzug-Serie (dt. bei Splitter) nehmen sich Autor Jean Dufaux, Zeichner Philippe Xavier und Kolorist Jean-Jacques Chagnaud in „Conquistador“ eines historischen Themas an – der Conquista -, das zu den dunkelsten der europäischen und - noch mehr - der süd- und mittelamerikanischen Geschichte gehört. Allerdings stehen im vorliegenden Album weder die Gräueltaten der Konquistadoren, noch die der indigenen Bevölkerung, noch politisch-religiöse Themen oder eine offene kritische Auseinandersetzung mit der Thematik im Mittelpunkt der Story, sondern die bloße abenteuerlich Unterhaltung mit deutlichem Mystery-Einschlag. Die Charakterisierung der Figuren ist dabei eher oberflächlich bis stereotyp, wobei insbesondere Hauptmann Catalina Guerero deutlich überzeichnet daher kommt und wie ein Fremdkörper innerhalb des Geschehens wirkt, wie die Quotenfrau für notgeile Teenys. Immerhin muss man aber konstatieren, dass entgegen des Anscheins, die Rolle bei aller Überzeichnung dennoch historischen Erkenntnissen genügt, beteiligten sich doch auch Frauen an der Conquista. Abgesehen davon ist die Geschichte dynamisch und hinreichend spannend, wenn auch durch die rückblickende Erzählweise vergleichsweise vorhersehbar. Wie es von Xavier und Chagnaud nicht anders zu erwarten gewesen ist, sind die Zeichnungen insbesondere auch der Figuren und Gesichter filigran sowie in den Konturen feinstrichig und beweisen ihre Stärken vor allem in den düsteren Momenten, in denen der gekonnte Umgang mit sachten, lebendigen Verschattungen und stimmig-dunklen Farben eine Atmosphäre der Bedrohlichkeit schafft, wohingegen die lichten, hellen Szenen zuweilen einfach und visuell platt wirken. Fazit: Eine abenteuerliche Eroberer-Geschichte ohne sonderlichen Tiefgang und noch ohne wirklich neue Perspektiven, die jedoch spannend erzählt und atmosphärisch stimmig gezeichnet und koloriert ist.

Auf der Flucht vor Txlaka, dem Geist, dem Sohn der Wurzeln des Oqtal, schlägt sich im Mai des Jahres 1520 Hernando Royo als letzter Überlebender einer kleinen Gruppe von Konquistadoren durch den mexikanischen Dschungel. In den Resten einer maroden, zerfallenen Karavelle am Ufer einer kleinen Bucht findet er Muße, um die vergangenen Ereignisse Revue passieren zu lassen:

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In der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlan werden die Truppen General Cortés' von Moctezuma, dem Herrscher des Reiches, gleichermaßen respektvoll wie freundlich empfangen, da der König in den Fremden entgegen der Warnungen seines Hohepriesters – Oczu - von den Göttern Gesandte - „Teules“ - sieht. So lässt sich Moctezuma auch überreden, um der Freundschaft Willen den „Teules“ den sagenhaften, gut verborgenen Schatz Tenochtitlans zu zeigen, nicht glaubend, dass das Gold Begehrlichkeiten in den Fremden weckt.

In der Tat kann Cortés der Versuchung nicht widerstehen, das Gold für seinen König zu rauben; weil ihn jedoch ein dringendes militärisches Unterfangen zwingt, das Lager vor der Azteken-Stadt abzubrechen, kann er aber nicht offen operieren und fasst eine Plan, der den adligen Hernando Royo zu einem zentralen Protagonisten macht. Als stellvertretender Führer einer kleinen Gruppe von Dieben und Nichtsnutzen, die unter Befehl der schönen wie knallharten Catalina Guerero stehen, soll er das Gold – oder wenigstens einen Großteil – heimlich rauben. Das setzt voraus, dass sich auch diese kleine Gruppe Fremder des Respekts oder wenigstens der Duldung durch die Einheimischen sicher ist.

Trotz einer Widrigkeiten und Zwistigkeiten innerhalb der kleine Schar scheint der Plan aufzugehen, können sie doch reiche Beute machen. Womit sie nicht gerechnet haben, ist der Wächter des Schatzes.

Wie schon in ihrer gemeinsamen Kreuzzug-Serie (dt. bei Splitter) nehmen sich Autor Jean Dufaux, Zeichner Philippe Xavier und Kolorist Jean-Jacques Chagnaud in „Conquistador“ eines historischen Themas an – der Conquista -, das zu den dunkelsten der europäischen und - noch mehr - der süd- und mittelamerikanischen Geschichte gehört. Allerdings stehen im vorliegenden Album weder die Gräueltaten der Konquistadoren, noch die der indigenen Bevölkerung, noch politisch-religiöse Themen oder eine offene kritische Auseinandersetzung mit der Thematik im Mittelpunkt der Story, sondern die bloße abenteuerlich Unterhaltung mit deutlichem Mystery-Einschlag. Die Charakterisierung der Figuren ist dabei eher oberflächlich bis stereotyp, wobei insbesondere Hauptmann Catalina Guerero deutlich überzeichnet daher kommt und wie ein Fremdkörper innerhalb des Geschehens wirkt, wie die Quotenfrau für notgeile Teenys. Immerhin muss man aber konstatieren, dass entgegen des Anscheins, die Rolle bei aller Überzeichnung dennoch historischen Erkenntnissen genügt, beteiligten sich doch auch Frauen an der Conquista. Abgesehen davon ist die Geschichte dynamisch und hinreichend spannend, wenn auch durch die rückblickende Erzählweise vergleichsweise vorhersehbar.

Wie es von Xavier und Chagnaud nicht anders zu erwarten gewesen ist, sind die Zeichnungen insbesondere auch der Figuren und Gesichter filigran sowie in den Konturen feinstrichig und beweisen ihre Stärken vor allem in den düsteren Momenten, in denen der gekonnte Umgang mit sachten, lebendigen Verschattungen und stimmig-dunklen Farben eine Atmosphäre der Bedrohlichkeit schafft, wohingegen die lichten, hellen Szenen zuweilen einfach und visuell platt wirken.

Fazit: Eine abenteuerliche Eroberer-Geschichte ohne sonderlichen Tiefgang und noch ohne wirklich neue Perspektiven, die jedoch spannend erzählt und atmosphärisch stimmig gezeichnet und koloriert ist.

geschrieben am 18.06.2013 | 507 Wörter | 3162 Zeichen

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