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Das Bessermacher-Buch: 75 Ideen, mit denen du die Welt veränderst


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Rezension von

Dr. Benjamin Krenberger

Das Bessermacher-Buch: 75 Ideen, mit denen du die Welt veränderst Im 2019 im Coppenrath Verlag erschienenen „Bessermacherbuch“ wird in platzverschwenderischer Weise – sprich: das Buch mit seinen 124 Seiten hätte man auch gut auf die Hälfte schrumpfen können; auch ein Gedanke zum Thema Umweltschutz, der in diesem Buch doch eher groß geschrieben wird… – der Versuch unternommen, jungen Menschen gedankliche und praktische Hilfestellungen zu geben, um sich für ihre Ziele stark zu machen und kleine, vielleicht sogar große Erfolge für diese Ziele zu erreichen. Die Autorinnen sind in Hamburg tätig und die großstädtische Sicht der Vorschläge dringt immer mal wieder durch: manche der Ideen sind auf dem Land einfach so nicht umsetzbar. Dass dieser Aspekt vernachlässigt wurde, zeigt, dass das Buch an einigen Stellen mit mehr Sorgfalt hätte geprüft werden müssen. Das kann aber in einer zweiten Auflage behoben werden. Die insgesamt 75 Vorschläge werden eingeleitet mit einigen Grundregeln und werden dann thematisch sortiert sowie nach Schwierigkeitsgrad der Umsetzung. Es finden sich Vorschläge für das eigene Verhalten, aber auch für gemeinnützige Aktionen (höflich und nett zu anderen sein; überflüssige Dinge verschenken; Dienstleistungen kreieren und anbieten; Streit aus der Welt schaffen; sich mit anderen oder in einer Organisation engagieren; sich überhaupt informieren und sein Interesse an Erklärungen kundtun; Energie sparen; bewusst einkaufen; Müll sammeln etc.). Diese können sich in der näheren Umgebung, sprich im eigenen Haushalt, in der Nachbarschaft oder in der Schule abspielen, aber durchaus auch in weiterer Umgebung, etwa in der eigenen Stadt, überregional oder im Internet. Ergänzt werden die Vorschläge am Ende um die Adressen von Organisationen mit sozialem oder umweltbewusstem Fokus sowie mit speziellen Organisationen für Kinderbelange. An dem Buch stören mich einige Details. So wird das Vorwort von einem Herrn „Malte Arkona“ verfasst. Wer ist das denn? Kein Wort dazu, keine Erklärung. Die google-Recherche ergibt dann: Aha, ein KiKa-Moderator. Ist die Zielgruppe des Buches ein KiKa-Publikum? Nicht wirklich. Des Weiteren ist mir die Sprache bisweilen, gerade in den Illustrationen, zu hemdsärmelig. Die Kinder sollen sich ernsthaft mit wichtigen Themen befassen und dafür Freizeit aufbringen, Engagement zeigen und dabei aber auch glaubhaft rüberkommen, sprich auch erwachsene Mitmenschen überzeugen. Die muss man durchaus auf ihrer Sprachebene abholen und nicht mit Sprechblasen wie „Skaten statt haten“ und anderem Unsinn, oder mit der Verwendung des präfixes „super-“ vor Adjektiven abschrecken. Schließlich empfinde ich, dies aufgrund der Erfahrung nach meiner Tätigkeit in vielen gemeinnützigen Vereinen und Fördervereinen, manche Vorschläge für zu simpel und oberflächlich: es wird suggeriert, dass man mit Aktionen Dinge bewirken oder Geld einnehmen könnte, die aber schon bei gut organisierten Vereinen auf wenig Widerhall oder Mitwirkung stoßen. Hier könnte sich also ein großes Frustpotential aufbauen. Insgesamt ist der Eindruck zum Buch aber verhalten positiv: viele Kleinigkeiten können die Grundeinstellung auch schon von Kindern zu sich und ihrer Umgebung verändern. Das kostet aber Zeit und Kraft, gerade im Teenager-Alter, wenn man die Welt verändern möchte, aber ziemlich intensiv mit sich selbst beschäftigt ist. Manchmal braucht es einen Impuls von außen, um das eigene Verhalten zu verändern, selbst wenn die Botschaften des Buches den Kindern von den eigenen Eltern schon tausendfach vorgebetet worden sind. Insofern erachte ich das Buch für einen wichtiges Hilfsmittel für Kinder ab ca. 8-9 Jahren, um sich zu informieren und für sich zu entscheiden, ob und inwieweit sie sich überhaupt engagieren und verändern wollen. Selbst wenn es nur kleine Schritte sind, ist das wertvoll. Deshalb kann man über die Mängel des Buches mit einem Lächeln hinwegsehen und – gerne und am besten gemeinsam mit den eigenen Kindern – die besten Vorschläge aus dem Buch herausziehen und umzusetzen versuchen.

Im 2019 im Coppenrath Verlag erschienenen „Bessermacherbuch“ wird in platzverschwenderischer Weise – sprich: das Buch mit seinen 124 Seiten hätte man auch gut auf die Hälfte schrumpfen können; auch ein Gedanke zum Thema Umweltschutz, der in diesem Buch doch eher groß geschrieben wird… – der Versuch unternommen, jungen Menschen gedankliche und praktische Hilfestellungen zu geben, um sich für ihre Ziele stark zu machen und kleine, vielleicht sogar große Erfolge für diese Ziele zu erreichen. Die Autorinnen sind in Hamburg tätig und die großstädtische Sicht der Vorschläge dringt immer mal wieder durch: manche der Ideen sind auf dem Land einfach so nicht umsetzbar. Dass dieser Aspekt vernachlässigt wurde, zeigt, dass das Buch an einigen Stellen mit mehr Sorgfalt hätte geprüft werden müssen. Das kann aber in einer zweiten Auflage behoben werden.

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Die insgesamt 75 Vorschläge werden eingeleitet mit einigen Grundregeln und werden dann thematisch sortiert sowie nach Schwierigkeitsgrad der Umsetzung. Es finden sich Vorschläge für das eigene Verhalten, aber auch für gemeinnützige Aktionen (höflich und nett zu anderen sein; überflüssige Dinge verschenken; Dienstleistungen kreieren und anbieten; Streit aus der Welt schaffen; sich mit anderen oder in einer Organisation engagieren; sich überhaupt informieren und sein Interesse an Erklärungen kundtun; Energie sparen; bewusst einkaufen; Müll sammeln etc.). Diese können sich in der näheren Umgebung, sprich im eigenen Haushalt, in der Nachbarschaft oder in der Schule abspielen, aber durchaus auch in weiterer Umgebung, etwa in der eigenen Stadt, überregional oder im Internet. Ergänzt werden die Vorschläge am Ende um die Adressen von Organisationen mit sozialem oder umweltbewusstem Fokus sowie mit speziellen Organisationen für Kinderbelange.

An dem Buch stören mich einige Details. So wird das Vorwort von einem Herrn „Malte Arkona“ verfasst. Wer ist das denn? Kein Wort dazu, keine Erklärung. Die google-Recherche ergibt dann: Aha, ein KiKa-Moderator. Ist die Zielgruppe des Buches ein KiKa-Publikum? Nicht wirklich.

Des Weiteren ist mir die Sprache bisweilen, gerade in den Illustrationen, zu hemdsärmelig. Die Kinder sollen sich ernsthaft mit wichtigen Themen befassen und dafür Freizeit aufbringen, Engagement zeigen und dabei aber auch glaubhaft rüberkommen, sprich auch erwachsene Mitmenschen überzeugen. Die muss man durchaus auf ihrer Sprachebene abholen und nicht mit Sprechblasen wie „Skaten statt haten“ und anderem Unsinn, oder mit der Verwendung des präfixes „super-“ vor Adjektiven abschrecken.

Schließlich empfinde ich, dies aufgrund der Erfahrung nach meiner Tätigkeit in vielen gemeinnützigen Vereinen und Fördervereinen, manche Vorschläge für zu simpel und oberflächlich: es wird suggeriert, dass man mit Aktionen Dinge bewirken oder Geld einnehmen könnte, die aber schon bei gut organisierten Vereinen auf wenig Widerhall oder Mitwirkung stoßen. Hier könnte sich also ein großes Frustpotential aufbauen.

Insgesamt ist der Eindruck zum Buch aber verhalten positiv: viele Kleinigkeiten können die Grundeinstellung auch schon von Kindern zu sich und ihrer Umgebung verändern. Das kostet aber Zeit und Kraft, gerade im Teenager-Alter, wenn man die Welt verändern möchte, aber ziemlich intensiv mit sich selbst beschäftigt ist. Manchmal braucht es einen Impuls von außen, um das eigene Verhalten zu verändern, selbst wenn die Botschaften des Buches den Kindern von den eigenen Eltern schon tausendfach vorgebetet worden sind. Insofern erachte ich das Buch für einen wichtiges Hilfsmittel für Kinder ab ca. 8-9 Jahren, um sich zu informieren und für sich zu entscheiden, ob und inwieweit sie sich überhaupt engagieren und verändern wollen. Selbst wenn es nur kleine Schritte sind, ist das wertvoll. Deshalb kann man über die Mängel des Buches mit einem Lächeln hinwegsehen und – gerne und am besten gemeinsam mit den eigenen Kindern – die besten Vorschläge aus dem Buch herausziehen und umzusetzen versuchen.

geschrieben am 20.10.2019 | 582 Wörter | 3398 Zeichen

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