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The Religion


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Rezension von

webcritics Administrator

The Religion Mai 1565, Süleyman der Prächtige, Herrscher des Osmanischen Reiches, entsendet eine gewaltige Armee, angeführt von Mustafa Pasha, um einen seiner größten Feinde endgültig zu besiegen: Die Ritter des Johanniter-Ordens. 1522 hatte er diese Ritter bei der Eroberung der Insel Rhodos zwar bereits besiegt, ihnen jedoch freien Abzug gewährt. Jetzt greift er die Insel Malta an, wo der Orden seinen neuen Hauptsitz gefunden hat. Jean Parisot de La Valette, Anführer des Ordens, bereitet die Verteidigung der Insel mit allen Mitteln vor. Carla La Penautier, eine Adelige aus Malta, die im Exil auf der Insel Sizilien weilt, sucht ihren als Bastard geborenen Sohn, den sie seit seiner Geburt nicht mehr gesehen hat und ihn auf Malta vermutet. Sie weiß nicht, wie er aussieht, und sie kennt auch seinen Namen nicht. Sie wirbt Mattias Tannhauser – seines Zeichens Waffenhändler und notorischer Abenteurer – an, um Sie bei der Suche nach ihrem verlorenen Sohn zu unterstüzen und sie sicher aus der Belagerung der Insel herauszubringen. Doch ihr Vorhaben ist nicht so einfach in die Tat umzusetzen wie geplant, und auch die Vergangenheit bringt unerwartete Probleme mit sich. Auf der Suche nach einem englischen historischen Roman ist mir das Buch von Tim Willocks vor allem deshalb aufgefallen, weil sein Buchcover sehr ansprechend gestaltet ist. Nachdem auch der Klappentext interessant klang, habe ich zugegriffen. Das Buch hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen. Auf der einen Seite ist es spannend geschrieben, die historischen Fakten sind, soweit ich das beurteilen kann, sehr genau recherchiert, und Willocks verfügt über eine sehr reiche Sprache, die in manchen Passagen schon etwas poetisch anmutet. Das bringt aber auch Probleme beim Verstehen mit sich. Der Geschichte kann man zwar gut folgen, aber selbst mit sehr guten Englischkenntnissen hat man zum Teil seine liebe Mühe mit Willoks Wortschatz. Wenn man das Buch nicht nur auf Spannung schnell lesen möchte, sondern den Reichtum der Sprache genießen möchte, sollte ein Wörterbuch nicht weit sein. Auf der anderen Seite werden sehr sehr viele Seiten auf das Schachtgetümmel verwendet, und das Geschehen während der Kämpfe wird äußerst detailliert und blutrünstig beschrieben. So viele englische Worte für Blut, Gedärm und Körperflüssigkeiten jeder Art habe ich bisher noch nicht gesehen. Auch andere Szenen sind nicht minder brutal dargestellt. Das ist nicht unbedingt etwas für jeden Geschmack und kann, je nach Gemüt, sicher dazu führen, dass dieses Buch nicht zu Ende gelesen wird. Wer mit solchen Darstellungen keine Probleme hat, oder wer Gefallen daran findet, wird mit „The Religion“ einen soliden, spannenden und gut recherchierten historischen Roman zu lesen bekommen, alle anderen sollten lieber zu weniger schlachtenlastigen Titeln greifen.

Mai 1565, Süleyman der Prächtige, Herrscher des Osmanischen Reiches, entsendet eine gewaltige Armee, angeführt von Mustafa Pasha, um einen seiner größten Feinde endgültig zu besiegen: Die Ritter des Johanniter-Ordens. 1522 hatte er diese Ritter bei der Eroberung der Insel Rhodos zwar bereits besiegt, ihnen jedoch freien Abzug gewährt. Jetzt greift er die Insel Malta an, wo der Orden seinen neuen Hauptsitz gefunden hat. Jean Parisot de La Valette, Anführer des Ordens, bereitet die Verteidigung der Insel mit allen Mitteln vor.

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21.12.2009
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08.11.2007

Carla La Penautier, eine Adelige aus Malta, die im Exil auf der Insel Sizilien weilt, sucht ihren als Bastard geborenen Sohn, den sie seit seiner Geburt nicht mehr gesehen hat und ihn auf Malta vermutet. Sie weiß nicht, wie er aussieht, und sie kennt auch seinen Namen nicht. Sie wirbt Mattias Tannhauser – seines Zeichens Waffenhändler und notorischer Abenteurer – an, um Sie bei der Suche nach ihrem verlorenen Sohn zu unterstüzen und sie sicher aus der Belagerung der Insel herauszubringen. Doch ihr Vorhaben ist nicht so einfach in die Tat umzusetzen wie geplant, und auch die Vergangenheit bringt unerwartete Probleme mit sich.

Auf der Suche nach einem englischen historischen Roman ist mir das Buch von Tim Willocks vor allem deshalb aufgefallen, weil sein Buchcover sehr ansprechend gestaltet ist. Nachdem auch der Klappentext interessant klang, habe ich zugegriffen.

Das Buch hat bei mir einen gemischten Eindruck hinterlassen. Auf der einen Seite ist es spannend geschrieben, die historischen Fakten sind, soweit ich das beurteilen kann, sehr genau recherchiert, und Willocks verfügt über eine sehr reiche Sprache, die in manchen Passagen schon etwas poetisch anmutet. Das bringt aber auch Probleme beim Verstehen mit sich. Der Geschichte kann man zwar gut folgen, aber selbst mit sehr guten Englischkenntnissen hat man zum Teil seine liebe Mühe mit Willoks Wortschatz. Wenn man das Buch nicht nur auf Spannung schnell lesen möchte, sondern den Reichtum der Sprache genießen möchte, sollte ein Wörterbuch nicht weit sein.

Auf der anderen Seite werden sehr sehr viele Seiten auf das Schachtgetümmel verwendet, und das Geschehen während der Kämpfe wird äußerst detailliert und blutrünstig beschrieben. So viele englische Worte für Blut, Gedärm und Körperflüssigkeiten jeder Art habe ich bisher noch nicht gesehen. Auch andere Szenen sind nicht minder brutal dargestellt. Das ist nicht unbedingt etwas für jeden Geschmack und kann, je nach Gemüt, sicher dazu führen, dass dieses Buch nicht zu Ende gelesen wird.

Wer mit solchen Darstellungen keine Probleme hat, oder wer Gefallen daran findet, wird mit „The Religion“ einen soliden, spannenden und gut recherchierten historischen Roman zu lesen bekommen, alle anderen sollten lieber zu weniger schlachtenlastigen Titeln greifen.

geschrieben am 06.01.2008 | 429 Wörter | 2387 Zeichen

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