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Das Mitternachtskleid


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Informationen zum Buch
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Rezension von

E. Kneisel

Das Mitternachtskleid Aus der jungen Hexe Tiffany Weh, die mit einer Bratpfanne die Elfenkönigin besiegt hat, ist inzwischen die etwas ältere Hexe Tiffany Weh geworden, die ihren Job als Hexe des Kreidelandes sehr ernst nimmt. Egal ob es um zu lange Fußnägel, Krankheiten oder einen Todesfall geht, Tiffany übernimmt – wie es sich für eine Hexe gehört – all die Aufgaben, die sonst keiner übernehmen will. Doch nicht immer erntet man als Hexe Dankbarkeit und Respekt, dass muss auch die junge Frau erfahren, denn die Stimmung gegenüber Hexen ist zur Zeit nicht unbedingt freundlich. Nur die Wir-sind-die-Größten stehen immer hinter ihrer Hexe und im Kampf gegen den Tückischen kann Tiffany jede Hilfe gebrauchen. Denn sie muss nicht nur die Welt retten, sondern auch noch allen anderen Hexen beweisen, dass sie für ihr Revier sorgen kann und der Kuss des Winters nicht nur Zufall sondern Können war. Zu allem Überfluss gibt es da natürlich auch noch die Liebe, aber eine Hexe ist nun einmal immer in erster Linie eine Hexe. „Das Mitternachtskleid“ ist inzwischen die vierte Geschichte um Tiffany Weh und die Wir-sind-die-Größten. Ursprünglich einmal als „Kinderbücher“ gedachte – im Vergleich zu den anderen Scheibenwelt-Romanen aus der Feder von Terry Pratchett – erfreuen sich auch diese Geschichten inzwischen sehr großer Beliebtheit. Nach dem nicht ganz optimalen „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“ zeigt dieses Buch sich nun wieder in der gewohnten sehr guten Qualität, welche die Pratchett Bücher ausmachen. Die Feinheit mit der er seine Geschichten schreibt, seine Charaktere mit Leben füllt und sein unverwechselbarer Humor – zu dem auch einige Fußnoten gehören – kommen in der Geschichte voll zur Geltung. Das Tiffany Weh eigentlich schon lange kein Kind mehr ist, zeigt sich schon auf den ersten Seiten, dass es nicht leicht ist Erwachsen zu sein und Verantwortung tatsächlich zu übernehmen, auf allen weiteren. Trotzdem ist die Selbstverständlichkeit, mit der die junge Hexe an ihre (alltäglichen) Aufgaben herangeht bemerkenswert. Wie in vielen seiner Bücher beschäftigt sich Pratchett auch in diesem mit einem sehr ernsten Thema und stellt die Frage, warum es immer wieder Menschen gibt, die alte Frauen und deren Katzen mit Steinen erschlagen. Die Antwort kann in einem Fantasybuch sehr einfach gegeben werden. Dennoch schafft er es die komplexen Strukturen, die hinter einer solchen Aktion stehen, herauszuarbeiten, denn auch der Tückische entstand nicht aus dem nichts und alleine ohne einen Menschen, der so viel Hass empfindet, dass er dem Tükischen die Türen öffnet, wäre er nichts weiter als ein Schreckgespenst. Doch obwohl diese Ernsthaftigkeit das ganze Buch durchzieht, kann jeder, der Pratchetts Bücher mag, sich ein Buch mit kleinen blauen Männern in roten Kilts, die ständig „Potzplitz“ sagen und sicher sind, dass regelmäßiges Waschen einfach nicht gesund sein kann, nicht einmal vorstellen ohne schon innerlich zu schmunzeln. Wenn die ganze Truppe dann noch einen Ausflug in die größte Stadt der Scheibenwelt machen, ist das Chaos perfekt und man kommt einfach nicht darum herum zu lachen. Fazit: Für mich war „das Mitternachtskleid“ endlich mal wieder ein richtig gutes Buch, bei dem man weiß, dass jedes einzelne Wort es wert ist, gelesen zu werden. Allerdings sollte man es vielleicht besser nicht im Zug lesen!

Aus der jungen Hexe Tiffany Weh, die mit einer Bratpfanne die Elfenkönigin besiegt hat, ist inzwischen die etwas ältere Hexe Tiffany Weh geworden, die ihren Job als Hexe des Kreidelandes sehr ernst nimmt. Egal ob es um zu lange Fußnägel, Krankheiten oder einen Todesfall geht, Tiffany

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übernimmt – wie es sich für eine Hexe gehört – all die Aufgaben, die sonst keiner übernehmen will.

Doch nicht immer erntet man als Hexe Dankbarkeit und Respekt, dass muss auch die junge Frau erfahren, denn die Stimmung gegenüber Hexen ist zur Zeit nicht unbedingt freundlich.

Nur die Wir-sind-die-Größten stehen immer hinter ihrer Hexe und im Kampf gegen den Tückischen kann Tiffany jede Hilfe gebrauchen. Denn sie muss nicht nur die Welt retten, sondern auch noch allen anderen Hexen beweisen, dass sie für ihr Revier sorgen kann und der Kuss des Winters nicht nur Zufall sondern Können war.

Zu allem Überfluss gibt es da natürlich auch noch die Liebe, aber eine Hexe ist nun einmal immer in erster Linie eine Hexe.

„Das Mitternachtskleid“ ist inzwischen die vierte Geschichte um Tiffany Weh und die Wir-sind-die-Größten. Ursprünglich einmal als „Kinderbücher“ gedachte – im Vergleich zu den anderen Scheibenwelt-Romanen aus der Feder von Terry Pratchett – erfreuen sich auch diese Geschichten inzwischen sehr großer Beliebtheit.

Nach dem nicht ganz optimalen „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“ zeigt dieses Buch sich nun wieder in der gewohnten sehr guten Qualität, welche die Pratchett Bücher ausmachen. Die Feinheit mit der er seine Geschichten schreibt, seine Charaktere mit Leben füllt und sein unverwechselbarer Humor – zu dem auch einige Fußnoten gehören – kommen in der Geschichte voll zur Geltung. Das Tiffany Weh eigentlich schon lange kein Kind mehr ist, zeigt sich schon auf den ersten Seiten, dass es nicht leicht ist Erwachsen zu sein und Verantwortung tatsächlich zu übernehmen, auf allen weiteren. Trotzdem ist die Selbstverständlichkeit, mit der die junge Hexe an ihre (alltäglichen) Aufgaben herangeht bemerkenswert.

Wie in vielen seiner Bücher beschäftigt sich Pratchett auch in diesem mit einem sehr ernsten Thema und stellt die Frage, warum es immer wieder Menschen gibt, die alte Frauen und deren Katzen mit Steinen erschlagen. Die Antwort kann in einem Fantasybuch sehr einfach gegeben werden. Dennoch schafft er es die komplexen Strukturen, die hinter einer solchen Aktion stehen, herauszuarbeiten, denn auch der Tückische entstand nicht aus dem nichts und alleine ohne einen Menschen, der so viel Hass empfindet, dass er dem Tükischen die Türen öffnet, wäre er nichts weiter als ein Schreckgespenst.

Doch obwohl diese Ernsthaftigkeit das ganze Buch durchzieht, kann jeder, der Pratchetts Bücher mag, sich ein Buch mit kleinen blauen Männern in roten Kilts, die ständig „Potzplitz“ sagen und sicher sind, dass regelmäßiges Waschen einfach nicht gesund sein kann, nicht einmal vorstellen ohne schon innerlich zu schmunzeln. Wenn die ganze Truppe dann noch einen Ausflug in die größte Stadt der Scheibenwelt machen, ist das Chaos perfekt und man kommt einfach nicht darum herum zu lachen.

Fazit:

Für mich war „das Mitternachtskleid“ endlich mal wieder ein richtig gutes Buch, bei dem man weiß, dass jedes einzelne Wort es wert ist, gelesen zu werden. Allerdings sollte man es vielleicht besser nicht im Zug lesen!

geschrieben am 13.06.2011 | 519 Wörter | 2806 Zeichen

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