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Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft


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Rezension von

Kristina Scherer

Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft Nicht nur als Studienanfänger wird man in der Literaturwissenschaft oftmals mit Begriffen konfrontiert, die man entweder noch nicht gehört hat oder aber trotz des Wissens um das Gemeinte nicht präzise definieren kann. Beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten genügt es nicht, vom eigenen Verständnis einzelner Begriffe wie etwa „Motiv“ auszugehen. Oftmals schleichen sich durch Pseudowissen Fehler ein, die unter Umständen die gesamte Arbeit infrage stellen, denn hier wird ein korrektes Begriffsverständnis vorausgesetzt. Was also tun? Dozierende empfehlen an dieser Stelle das dreibändige „Reallexikon der Deutschen Literaturwissenschaft“ aus dem renommierten Wissenschaftsverlag De Gruyter. Das germanistische Nachschlagewerk der Sachbegriffe klärt darüber auf, seit wann, wie und in welchem Sinne der jeweilige Begriff in der Literaturwissenschaft gebräulich ist. Das RLW umfasst auf knapp 2500 Seiten rund 900 Lemmata. Darunter finden sich etwa Artikel zu Gattungsbezeichnungen (u.a. „Artusepik“, „Bildungsroman“, „Epistel“, „Haiku“, „Kinder- und Jugendliteratur“, „Märchen“, „Naturlyrik“, „Schelmenroman“, „Schwank“), literaturgeschichtlichen Epochen („Aufklärung“, „Barock“, „Expressionismus“, „Neue Sachlichkeit“, „Rokoko“, „Sturm und Drang“), Methoden („Hermeneutik“, „Gender Studies“, „Positivismus“, „Psychoanalytische Literaturwissenschaft“, „Strukturalismus“) oder rhetorischen Mitteln („Anapher“, „Katachrese“, „Metonymie“, „Pleonasmus“, „Synästhesie“). Neben literaturtheoretischen Termini kann sich der Benutzer auch über Praxisfelder der Germanistik informieren, wie z.B. über Buchhandel, Literaturkritik, Literaturpreise oder die Institution des Verlags. Die Stichworte sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Länge der Artikel ist bewusst überschaubar gehalten und umfasst durchschnittlich 2 – 5 Seiten in zweispaltiger Darstellung. Alle Artikel sind in die folgenden Abschnitte unterteilt: Expl: In der Explikation erhält der Benutzer eine präzise Begriffserklärung. WortG: Die Wortgeschichte umfasst Wortherkunft wie Bedeutungsgeschichte. BegrG: In dem Abschnitt der Begriffsgeschichte wird erläutert, wie sich die Begriffe konzeptuell verändert haben. SachG: Der sachgeschichtliche Teil führt aus, wie die bezeichneten Sachen (Realien) von Anfang bis Gegenwart ausgesehen haben. ForschG: Die Forschungsgeschichte bietet Informationen darüber, inwieweit die Sache bisher in der Literaturwissenschaft erforscht ist. Lit: Das Literaturverzeichnis bietet dem Interessierten schließlich Hinweise zu weiterführender Literatur. Den Schwerpunkt bilden Wort- und Begriffsinformation (terminologischer Aspekt). In der Unterscheidung zwischen Wort-, Begriffs-, Sach- und Forschungsgeschichte unterscheidet sich das Reallexikon von anderen germanistischen Nachschlagewerken. Das vorliegende Sachlexikon ist unverzichtbar im Rahmen eines germanistischen Studiengangs oder einer Tätigkeit in ebendiesem Bereich. Dozierende und Lehrer können es für das schnelle – und trotzdem adäquate – Nachschlagen von Begriffen verwenden, Studierende für die umfassende und trotzdem nicht langwierige Beschäftigung mit Termini. Das RLW ist und bleibt die erste Anlaufstelle für Literaturwissenschaftler. Die 2007 erschienene Taschenbuchausgabe ermöglicht auch dem ein oder anderen Studierenden die Anschaffung.

Nicht nur als Studienanfänger wird man in der Literaturwissenschaft oftmals mit Begriffen konfrontiert, die man entweder noch nicht gehört hat oder aber trotz des Wissens um das Gemeinte nicht präzise definieren kann. Beim Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten genügt es nicht, vom eigenen Verständnis einzelner Begriffe wie etwa „Motiv“ auszugehen. Oftmals schleichen sich durch Pseudowissen Fehler ein, die unter Umständen die gesamte Arbeit infrage stellen, denn hier wird ein korrektes Begriffsverständnis vorausgesetzt. Was also tun? Dozierende empfehlen an dieser Stelle das dreibändige „Reallexikon der Deutschen Literaturwissenschaft“ aus dem renommierten Wissenschaftsverlag De Gruyter. Das germanistische Nachschlagewerk der Sachbegriffe klärt darüber auf, seit wann, wie und in welchem Sinne der jeweilige Begriff in der Literaturwissenschaft gebräulich ist.

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Das RLW umfasst auf knapp 2500 Seiten rund 900 Lemmata. Darunter finden sich etwa Artikel zu Gattungsbezeichnungen (u.a. „Artusepik“, „Bildungsroman“, „Epistel“, „Haiku“, „Kinder- und Jugendliteratur“, „Märchen“, „Naturlyrik“, „Schelmenroman“, „Schwank“), literaturgeschichtlichen Epochen („Aufklärung“, „Barock“, „Expressionismus“, „Neue Sachlichkeit“, „Rokoko“, „Sturm und Drang“), Methoden („Hermeneutik“, „Gender Studies“, „Positivismus“, „Psychoanalytische Literaturwissenschaft“, „Strukturalismus“) oder rhetorischen Mitteln („Anapher“, „Katachrese“, „Metonymie“, „Pleonasmus“, „Synästhesie“). Neben literaturtheoretischen Termini kann sich der Benutzer auch über Praxisfelder der Germanistik informieren, wie z.B. über Buchhandel, Literaturkritik, Literaturpreise oder die Institution des Verlags. Die Stichworte sind in alphabetischer Reihenfolge geordnet. Die Länge der Artikel ist bewusst überschaubar gehalten und umfasst durchschnittlich 2 – 5 Seiten in zweispaltiger Darstellung.

Alle Artikel sind in die folgenden Abschnitte unterteilt:

Expl: In der Explikation erhält der Benutzer eine präzise Begriffserklärung.

WortG: Die Wortgeschichte umfasst Wortherkunft wie Bedeutungsgeschichte.

BegrG: In dem Abschnitt der Begriffsgeschichte wird erläutert, wie sich die Begriffe konzeptuell verändert haben.

SachG: Der sachgeschichtliche Teil führt aus, wie die bezeichneten Sachen (Realien) von Anfang bis Gegenwart ausgesehen haben.

ForschG: Die Forschungsgeschichte bietet Informationen darüber, inwieweit die Sache bisher in der Literaturwissenschaft erforscht ist.

Lit: Das Literaturverzeichnis bietet dem Interessierten schließlich Hinweise zu weiterführender Literatur.

Den Schwerpunkt bilden Wort- und Begriffsinformation (terminologischer Aspekt). In der Unterscheidung zwischen Wort-, Begriffs-, Sach- und Forschungsgeschichte unterscheidet sich das Reallexikon von anderen germanistischen Nachschlagewerken.

Das vorliegende Sachlexikon ist unverzichtbar im Rahmen eines germanistischen Studiengangs oder einer Tätigkeit in ebendiesem Bereich. Dozierende und Lehrer können es für das schnelle – und trotzdem adäquate – Nachschlagen von Begriffen verwenden, Studierende für die umfassende und trotzdem nicht langwierige Beschäftigung mit Termini. Das RLW ist und bleibt die erste Anlaufstelle für Literaturwissenschaftler.

Die 2007 erschienene Taschenbuchausgabe ermöglicht auch dem ein oder anderen Studierenden die Anschaffung.

geschrieben am 06.05.2011 | 394 Wörter | 2926 Zeichen

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