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Klug regieren - Politik für das 21. Jahrhundert


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Rezension von

Adrian Witt

Klug regieren - Politik für das 21. Jahrhundert Nachdem wir Menschen von Afrika aus die Welt allmählich besiedelten, hatten wir vor allem einen Feind: Die Kräfte der Natur. Gegen alle Widrigkeiten schufen wir die ersten Zivilisationen und was uns nun bedrohte erwuchs aus uns selbst: Es war die menschliche Natur. Doch auch Gewalt und Chaos konnten die menschliche Entwicklung nicht aufhalten, sondern lediglich hinauszögern. Aus der Asche der Zerstörung entstanden im Laufe der Jahrtausende neue Ideen, neue Vorstellungen darüber wie man gut regieren und ein sinnvolles Leben führen könnte. Nicolas Berggruen, hierzulande auch als Mr. Karstadt bekannt, verfügt über viele Gesichter. Als Milliardär und Finanzinvestor gehört der Deutschamerikaner zum internationalen Jetset, als Politikberater und Hoffnungsträger bemüht er sich der Suche nach Möglichkeiten für eine bessere Gestaltung der Politik. Gemeinsam mit dem US-Publizisten Nathan Gardels schrieb er im Jahr 2012 ein sachbuchartiges Thesenbuch, das Anfang Juni 2013 auf Deutsch unter dem Titel „Klug regieren – Politik für das 21. Jahrhundert“ im Herder Verlag erschien. In diesem versuchen die Autoren, die besten Elemente der unterschiedlichen Regierungsformen von West und Ost zusammenzuführen und eine ganz neue Form des Regierungssystems entstehen zu lassen. Nach den Überlegungen zu den Perspektiven und den damit zusammenhängenden weltweiten Abhängigkeiten einer globalisierten Welt vergleichen die Autoren die amerikanische Konsumentendemokratie mit dem modernen chinesischen Mandarinsystem. Daraus ergibt sich für sie die Folgerung, dass die Demokratie mit der Meritokratie - einem parteiunabhängigen Führungsgremium - zu verbinden ist, damit nicht kurzfristige Forderungen von Wählern und Interessengruppen zu sehr an Einfluss gewinnen. Damit haben die Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels den Mut, die selbstverständlichen und scheinbar naturwüchsigen Spielregeln und Mechanismen westlicher Demokratien zu hinterfragen. Nicht etwa um die Demokratie als politisches System zu denunzieren, sondern um ein Nachdenken anzuregen, wie Politik im 21. Jahrhundert unter den Bedingungen zunehmender globaler Vernetzungen immer komplexer werdenden internationalen Wechselbeziehungen, unter dem Druck von immer mehr und immer größeren Megastädten, die an die Grenzen der Regierbarkeit führen, und vor dem Hintergrund wachsender Ressourcennutzung und Ressourcenerschöpfung zu mehr friedlicher Kooperation, zu nachhaltigem Wachstum und zu einer guten Lebensqualität für alle Menschen beitragen kann. Zusammenfassend schwebt den beiden Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels eine Art von Mittelweg vor, wonach der Grundsatz der Verantwortung von Politikern gegenüber ihren Wählern bestehen bleibt, Exekutive und Parlament beim regieren aber durch, auf Grund von Wissen, Leistung und Erfahrung ausgewählten Personen/Experten unterstützt werden. Also eine Anreicherung der Demokratie wie wir sie kennen durch ein meritokratisches Element. Inhaltlich ist das 255 Seiten umfassende Buch „Klug regieren – Politik für das 21. Jahrhundert“ in drei Kapitel unterteilt, denen voran ein Vorwort von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, ein Vorwort der Autoren zur deutschen Ausgabe sowie eine Anmerkung zur Terminologie vorangestellt sind. Das erste Kapitel widmet sich dem Thema „Globalisierung und Regierung“ und beschäftigt sich mit den Problemen der Regierungen, die mit Phänomen der Globalisierung einhergehen. Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema „Intelligent regieren – Theorien und Praxis“ und beschäftigt sich damit, wie man in Zukunft intelligent und vorausschauend regieren sollte und könnte. Das dritte und letzte Kapitel mit der Bezeichnung „Schluss“ lässt die Grundthematik dieses Buches recht zügig zu Ende kommen. Kühn und provokant zugleich klingen die in diesem Buch festgehaltenen Gedanken, die die beiden Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels aufführen, um ein Überdenken der demokratisch geführten politischen Systeme herbeizuführen. Ein Buch mit durchaus leicht nachzuvollziehenden Einsichten über eines der zentralen Themen unserer Zeit: Die effektive Staatsführung.

Nachdem wir Menschen von Afrika aus die Welt allmählich besiedelten, hatten wir vor allem einen Feind: Die Kräfte der Natur. Gegen alle Widrigkeiten schufen wir die ersten Zivilisationen und was uns nun bedrohte erwuchs aus uns selbst: Es war die menschliche Natur. Doch auch Gewalt und Chaos konnten die menschliche Entwicklung nicht aufhalten, sondern lediglich hinauszögern. Aus der Asche der Zerstörung entstanden im Laufe der Jahrtausende neue Ideen, neue Vorstellungen darüber wie man gut regieren und ein sinnvolles Leben führen könnte.

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Nicolas Berggruen, hierzulande auch als Mr. Karstadt bekannt, verfügt über viele Gesichter. Als Milliardär und Finanzinvestor gehört der Deutschamerikaner zum internationalen Jetset, als Politikberater und Hoffnungsträger bemüht er sich der Suche nach Möglichkeiten für eine bessere Gestaltung der Politik. Gemeinsam mit dem US-Publizisten Nathan Gardels schrieb er im Jahr 2012 ein sachbuchartiges Thesenbuch, das Anfang Juni 2013 auf Deutsch unter dem Titel „Klug regieren – Politik für das 21. Jahrhundert“ im Herder Verlag erschien. In diesem versuchen die Autoren, die besten Elemente der unterschiedlichen Regierungsformen von West und Ost zusammenzuführen und eine ganz neue Form des Regierungssystems entstehen zu lassen. Nach den Überlegungen zu den Perspektiven und den damit zusammenhängenden weltweiten Abhängigkeiten einer globalisierten Welt vergleichen die Autoren die amerikanische Konsumentendemokratie mit dem modernen chinesischen Mandarinsystem. Daraus ergibt sich für sie die Folgerung, dass die Demokratie mit der Meritokratie - einem parteiunabhängigen Führungsgremium - zu verbinden ist, damit nicht kurzfristige Forderungen von Wählern und Interessengruppen zu sehr an Einfluss gewinnen. Damit haben die Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels den Mut, die selbstverständlichen und scheinbar naturwüchsigen Spielregeln und Mechanismen westlicher Demokratien zu hinterfragen. Nicht etwa um die Demokratie als politisches System zu denunzieren, sondern um ein Nachdenken anzuregen, wie Politik im 21. Jahrhundert unter den Bedingungen zunehmender globaler Vernetzungen immer komplexer werdenden internationalen Wechselbeziehungen, unter dem Druck von immer mehr und immer größeren Megastädten, die an die Grenzen der Regierbarkeit führen, und vor dem Hintergrund wachsender Ressourcennutzung und Ressourcenerschöpfung zu mehr friedlicher Kooperation, zu nachhaltigem Wachstum und zu einer guten Lebensqualität für alle Menschen beitragen kann.

Zusammenfassend schwebt den beiden Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels eine Art von Mittelweg vor, wonach der Grundsatz der Verantwortung von Politikern gegenüber ihren Wählern bestehen bleibt, Exekutive und Parlament beim regieren aber durch, auf Grund von Wissen, Leistung und Erfahrung ausgewählten Personen/Experten unterstützt werden. Also eine Anreicherung der Demokratie wie wir sie kennen durch ein meritokratisches Element.

Inhaltlich ist das 255 Seiten umfassende Buch „Klug regieren – Politik für das 21. Jahrhundert“ in drei Kapitel unterteilt, denen voran ein Vorwort von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, ein Vorwort der Autoren zur deutschen Ausgabe sowie eine Anmerkung zur Terminologie vorangestellt sind. Das erste Kapitel widmet sich dem Thema „Globalisierung und Regierung“ und beschäftigt sich mit den Problemen der Regierungen, die mit Phänomen der Globalisierung einhergehen. Das zweite Kapitel widmet sich dem Thema „Intelligent regieren – Theorien und Praxis“ und beschäftigt sich damit, wie man in Zukunft intelligent und vorausschauend regieren sollte und könnte. Das dritte und letzte Kapitel mit der Bezeichnung „Schluss“ lässt die Grundthematik dieses Buches recht zügig zu Ende kommen.

Kühn und provokant zugleich klingen die in diesem Buch festgehaltenen Gedanken, die die beiden Autoren Nicolas Berggruen und Nathan Gardels aufführen, um ein Überdenken der demokratisch geführten politischen Systeme herbeizuführen. Ein Buch mit durchaus leicht nachzuvollziehenden Einsichten über eines der zentralen Themen unserer Zeit: Die effektive Staatsführung.

geschrieben am 02.12.2013 | 552 Wörter | 3556 Zeichen

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