Navigation

Seiten der Rubrik "Bücher"


Google Anzeigen

Anzeigen

Bücher

Was ernährt uns wirklich?


Statistiken
  • 2093 Aufrufe

Informationen zum Buch
  ISBN
  Autoren
  Verlag
  Sprache
  Seiten
  Erscheinungsjahr
  Extras

Rezension von

Ragan Tanger

Was ernährt uns wirklich? Wie überlebt eigentlich ein Vegetarier ohne Vitamin B12, wo holt sich der Milchallergiker sein Calcium her oder warum nimmt der eine bei der gleichen Anzahl Kalorien zu, während der andere abnimmt? Nur ein paar der Fragen, die unser von der Weltgesundheitsbehörde aufgesetztes System der Ernährungswissenschaften diametral unterminieren. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (mit Verlaub: gegründet von ehemaligen Nazifunktionären und ganz inoffiziell Nachfolger der Reichsgesellschaft für Ernährung) implantierte Ernährungspyramide und manch anderer Mythos stehen für mitdenkende Esser schon immer ein wenig neben der Natur der Dinge, so dass andere Blickwinkel im Rahmen der Ernährung sich folgerichtig auftun müssen. Ein weltweit anerkannter, seit mehreren Jahrtausenden (!) funktionierender Ansatz ist derjenige der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dort wird das Nahrungsmittel als solches verstanden, was es ist. Nämlich ein Mittel der Lebendigkeit, das sich immer individuell manifestieren und organisieren muss. Nicht nur die Geschmäcker sind verschieden, sondern auch die Empfindungsmechanismen. Es ist nicht nur bekannt, sondern jedem Menschen vertraut, dass das gleiche Essen dem einen wohl, dem anderen nicht so wohl bekommt. Der ganzheitliche, intelligente und äußerst komplexe Ansatz der TCM weiß damit umzugehen, und der profunde Leitfaden aus dem Maudrich-Verlag, Was uns wirklich ernährt, weiß dies entsprechend zuzubereiten. Evemarie Wolkenstein und Katharina Rubi-Klein, beide studierte Medizinerinnen mit entsprechenden Zusatzqualifikationen in Akupunktur und Ernährungsmedizin, schlagen in ihrem Werk eine bekömmliche und verdauliche Brücke zwischen Ost und West, zwischen Chinas Tradition und europäischer Moderne. Selten hat ein Buch über was auch immer aus dem fernen Osten diese aufgeklärte und akademische Richtung eingeschlagen - denn entweder wird bedingungslos über den Westen hergezogen oder einsilbig und rauschgeschwängert das Östliche glorifiziert. Das ist hier anders, denn neben den Grundstrukturen der TCM-Ernährung (Qualitäten, Qi, Körper-Geist-Zusammenhang) werden auch die Grundpfeiler der westlichen Ernährungswissenschaft dargelegt (Kalorien, Nährstoffe, Vitamine). Besonders hilfreich erscheint mir das Buch, wenn es auf Dinge wie Nahrungsergänzungsmittel, Fast Food oder Bio-Lebensmittel eingeht. Hier werden keine Pauschalreisen verhökert, sondern bewusst und vorsichtig Mythen entzaubert und Alternativen bereit gestellt. Selbstredend führend in Sachen der Ergänzung und Optimierung sind die Herangehensweisen aus Sicht der chinesischen Medizin. Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Fettverbrennung oder Diäten werden so aus einer ganz anderen, ganzheitlicheren Richtung verstanden. Zum Abschluss ein kleines Glossar, ein paar ausgewählte Rezepte und fertig ist ein grundlegendes, informatives Werk. Wer sich schon ein wenig in dieser Richtung auskennt, wird vielleicht zu Büchern greifen wollen, in denen mehr Praxisbezug geboten wird (das kommt hier verständlicherweise ein bisschen kurz). Wer aber endlich mal den Zugang zu einem umfassenden System, dass Heilung, Lebendigkeit und essentielle Natürlichkeit anstrebt, bekommen möchte und dabei auf seine getreulichen Begrifflichkeiten nicht verzichten will, der kann hier eine wunderschöne Brücke bauen. Wenn man so will, haben wir hier den Integrationspreis für Ernährungswissenschaften zu vergeben.

Wie überlebt eigentlich ein Vegetarier ohne Vitamin B12, wo holt sich der Milchallergiker sein Calcium her oder warum nimmt der eine bei der gleichen Anzahl Kalorien zu, während der andere abnimmt? Nur ein paar der Fragen, die unser von der Weltgesundheitsbehörde aufgesetztes System der Ernährungswissenschaften diametral unterminieren. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (mit Verlaub: gegründet von ehemaligen Nazifunktionären und ganz inoffiziell Nachfolger der Reichsgesellschaft für Ernährung) implantierte Ernährungspyramide und manch anderer Mythos stehen für mitdenkende Esser schon immer ein wenig neben der Natur der Dinge, so dass andere Blickwinkel im Rahmen der Ernährung sich folgerichtig auftun müssen.

weitere Rezensionen von Ragan Tanger


Ein weltweit anerkannter, seit mehreren Jahrtausenden (!) funktionierender Ansatz ist derjenige der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dort wird das Nahrungsmittel als solches verstanden, was es ist. Nämlich ein Mittel der Lebendigkeit, das sich immer individuell manifestieren und organisieren muss. Nicht nur die Geschmäcker sind verschieden, sondern auch die Empfindungsmechanismen. Es ist nicht nur bekannt, sondern jedem Menschen vertraut, dass das gleiche Essen dem einen wohl, dem anderen nicht so wohl bekommt. Der ganzheitliche, intelligente und äußerst komplexe Ansatz der TCM weiß damit umzugehen, und der profunde Leitfaden aus dem Maudrich-Verlag, Was uns wirklich ernährt, weiß dies entsprechend zuzubereiten.

Evemarie Wolkenstein und Katharina Rubi-Klein, beide studierte Medizinerinnen mit entsprechenden Zusatzqualifikationen in Akupunktur und Ernährungsmedizin, schlagen in ihrem Werk eine bekömmliche und verdauliche Brücke zwischen Ost und West, zwischen Chinas Tradition und europäischer Moderne. Selten hat ein Buch über was auch immer aus dem fernen Osten diese aufgeklärte und akademische Richtung eingeschlagen - denn entweder wird bedingungslos über den Westen hergezogen oder einsilbig und rauschgeschwängert das Östliche glorifiziert. Das ist hier anders, denn neben den Grundstrukturen der TCM-Ernährung (Qualitäten, Qi, Körper-Geist-Zusammenhang) werden auch die Grundpfeiler der westlichen Ernährungswissenschaft dargelegt (Kalorien, Nährstoffe, Vitamine).

Besonders hilfreich erscheint mir das Buch, wenn es auf Dinge wie Nahrungsergänzungsmittel, Fast Food oder Bio-Lebensmittel eingeht. Hier werden keine Pauschalreisen verhökert, sondern bewusst und vorsichtig Mythen entzaubert und Alternativen bereit gestellt. Selbstredend führend in Sachen der Ergänzung und Optimierung sind die Herangehensweisen aus Sicht der chinesischen Medizin. Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Fettverbrennung oder Diäten werden so aus einer ganz anderen, ganzheitlicheren Richtung verstanden.

Zum Abschluss ein kleines Glossar, ein paar ausgewählte Rezepte und fertig ist ein grundlegendes, informatives Werk. Wer sich schon ein wenig in dieser Richtung auskennt, wird vielleicht zu Büchern greifen wollen, in denen mehr Praxisbezug geboten wird (das kommt hier verständlicherweise ein bisschen kurz). Wer aber endlich mal den Zugang zu einem umfassenden System, dass Heilung, Lebendigkeit und essentielle Natürlichkeit anstrebt, bekommen möchte und dabei auf seine getreulichen Begrifflichkeiten nicht verzichten will, der kann hier eine wunderschöne Brücke bauen. Wenn man so will, haben wir hier den Integrationspreis für Ernährungswissenschaften zu vergeben.

geschrieben am 02.03.2012 | 441 Wörter | 3035 Zeichen

Kommentare lesen Kommentar schreiben

Kommentare zur Rezension (0)

Platz für Anregungen und Ergänzungen